Zu Wochenbeginn gerät die Canopy-Growth-Aktie erneut unter Druck. Sowohl in Deutschland als auch im US-Vorbörsenhandel überwiegen heute die Verkäufe. Die jüngste Entspannung durch die angekündigte Entschuldung wird von einem neuen Unsicherheitsfaktor überlagert.
Vorbörsenschwäche auf beiden Seiten des Atlantiks
Auf den deutschen Handelsplätzen verliert die Aktie in den ersten Stunden des Montagshandels rund 3,7 % und nähert sich der Marke von 1,03 Euro.
Im US-Vorbörsenhandel notiert die Aktie (NASDAQ: CGC) etwa 1,63 % tiefer bei rund 1,21 US-Dollar im Vergleich zum Schlusskurs von 1,23 US-Dollar vom Freitag.
Aktien-Registrierung belastet Stimmung
Hauptauslöser der aktuellen Schwäche ist eine Meldung vom Freitag. Am 9. Januar hat Canopy Growth eine Registrierung (Registration Statement) für den möglichen Wiederverkauf von bis zu 52,3 Millionen Aktien durch bestehende Wertpapierinhaber eingereicht.
Diese Registrierung bedeutet zwar nicht, dass alle Aktien sofort auf den Markt kommen. An der Börse wird ein solcher Schritt jedoch häufig als Hinweis auf ein mögliches Überangebot gewertet.
Anleger fürchten, dass größere Verkaufspakete den Kurs kurzfristig belasten oder Aufwärtsbewegungen ausbremsen könnten. Damit verpufft der positive Impuls, den die Kapitalstruktur-News vom Donnerstag zunächst ausgelöst hatten.
Rekapitalisierung als Gegengewicht
Parallel dazu bleibt die fundamentale Nachrichtenlage gemischt. Am Donnerstag, den 8. Januar, hatte Canopy Growth eine umfassende Rekapitalisierung der Bilanz angekündigt. Kernpunkte der Maßnahme:
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- Längere Laufzeiten: Sämtliche wesentlichen Fälligkeiten von Verbindlichkeiten wurden auf mindestens Januar 2031 verlängert.
- Zusätzliche Liquidität: Abschluss eines neuen vorrangig besicherten Term Loans über 150 Millionen US-Dollar.
- Schuldenabbau: Verwendung der Mittel zur Rückführung bestehender Kredite mit Fälligkeit 2027.
Damit fällt der unmittelbare Tilgungsdruck für die kommenden fünf Jahre weg. Das Unternehmen gewinnt Spielraum, sich auf das operative Geschäft und die geplante Übernahme von MTL Cannabis zu konzentrieren.
Marktbild am Montag
Im heutigen Handel dominiert dennoch die Vorsicht. Die langfristige Finanzierung ist zwar gesichert, kurzfristig steht jedoch die Sorge vor einem möglichen Angebotsüberhang durch die registrierten Aktien im Vordergrund.
Wichtige Marken im Überblick:
* US-Vorbörse: ca. 1,21 US-Dollar (-1,63 %)
Deutscher Handel: Minus rund 3,7 %
Widerstand: 1,30 US-Dollar (Zwischenhoch vom 8. Januar)
Unterstützung:* Zone zwischen 1,18 und 1,20 US-Dollar
Die Aktie ringt aktuell mit der Zone um 1,20 US-Dollar, die kurzfristig als wichtige Haltemarke gilt.
Ausblick
Das Bild ist derzeit von einem Spannungsfeld geprägt: Auf der einen Seite steht eine deutlich verlängerte und stabilisierte Finanzierungsbasis, auf der anderen Seite der potenzielle Verkaufsdruck aus der Registrierung von 52,3 Millionen Aktien.
Für eine nachhaltige Beruhigung dürften entweder konkrete Signale zur Aufnahme dieses Angebots in den Markt oder neue operative Impulse nötig sein, insbesondere mit Blick auf die Integration des „Canopy USA“-Ökosystems und die Umsetzung der angekündigten Rekapitalisierungs- und M&A-Pläne.
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