Der Cannabis-Konzern sendet ein deutliches Lebenszeichen. Mit einer massiven Eindämmung der Verluste und Wachstum im kanadischen Heimatmarkt kämpft sich das Unternehmen zurück. Doch reichen diese Fortschritte, um die Gewinnschwelle dauerhaft ins Visier zu nehmen?
Effizienzmaßnahmen greifen
Die Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigen, dass der Sparkurs Wirkung zeigt. Der Nettoverlust verringerte sich im Jahresvergleich drastisch um 49 Prozent auf 62,6 Millionen Kanadische Dollar (CAD). Auch der bereinigte EBITDA-Verlust schrumpfte um 17 Prozent auf nur noch 3 Millionen CAD.
Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen, den Gesamtumsatz um 5 Prozent auf 90,4 Millionen CAD zu steigern. Die Bruttomarge erreichte dabei 21,5 Millionen CAD. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Canopy Growth die Kostenstruktur zunehmend in den Griff bekommt.
Kanada als Wachstumsmotor
Treibende Kraft hinter den besseren Zahlen war das operative Geschäft im Heimatmarkt. Die Einnahmen aus dem kanadischen Freizeit-Cannabismarkt stiegen um 8 Prozent auf 22,9 Millionen CAD. Besonders neue Produkte wie „Infused Pre-Rolls“ und moderne Vaporizer kurbelten den Absatz an.
Noch stärker präsentierte sich das Segment für medizinisches Cannabis in Kanada. Hier kletterten die Umsätze um 15 Prozent auf 22,5 Millionen CAD, begünstigt durch größere Bestellmengen und eine Zunahme versicherter Patienten.
Herausforderungen im Ausland
Während das Inlandsgeschäft brummt, kämpft die internationale Sparte mit Gegenwind. Der Umsatz in den Auslandsmärkten fiel im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 6,2 Millionen CAD, hauptsächlich verursacht durch Lieferkettenprobleme in Europa. Allerdings gibt es auch hier Lichtblicke: Im Vergleich zum direkten Vorquartal legten die Einnahmen bereits wieder um 22 Prozent zu, da die Lieferungen nach Europa wieder anliefen.
Ein ähnliches Bild zeigt die Vaporizer-Tochter Storz & Bickel. Zwar lag der Umsatz mit 22,9 Millionen CAD unter dem Vorjahreswert, gegenüber dem Vorquartal gelang jedoch ein Sprung von 45 Prozent. Der neue VEAZY-Vaporizer entwickelte sich dabei zum am schnellsten verkauften Gerät in der Geschichte der Tochterfirma.
Strategische Neuaufstellung
Neben dem operativen Geschäft treibt das Management den Umbau der Bilanz voran. Im Januar schloss Canopy Growth eine umfassende Rekapitalisierung ab, die alle Schuldenfälligkeiten bis mindestens 2031 verlängert. Durch neue Kredite und den Tausch von Wandelanleihen verfügt das Unternehmen nun über eine geschätzte Liquidität von rund 425 Millionen CAD.
Zusätzlich steht die Übernahme von MTL Cannabis kurz vor dem Abschluss. Die Transaktion soll noch im laufenden Quartal finalisiert werden und die Position im kanadischen Markt für medizinisches Cannabis weiter festigen. CEO Luc Mongeau sieht in den Ergebnissen die Bestätigung für ein fokussierteres Geschäftsmodell, muss nun aber beweisen, dass der positive Trend nachhaltig ist.
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