Canopy Growth steuert auf eine entscheidende Phase zu. Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 6. Februar hat der kanadische Cannabis-Konzern seine Bilanz umfassend saniert und steht kurz vor dem Abschluss einer wichtigen Übernahme. Gelingt dem Unternehmen mit frischem Kapital und einer gestrafften Struktur nun die operative Wende?
Luft bis 2031 verschafft
Ein zentraler Baustein der neuen Strategie ist die am 8. Januar abgeschlossene Rekapitalisierung. Durch einen neuen Kredit über 150 Millionen US-Dollar und den Tausch bestehender Wandelanleihen konnte das Fälligkeitsprofil der Schulden signifikant verbessert werden. CFO Tom Stewart betonte, dass dieser Schritt eine „finanzielle Startbahn bis 2031“ schaffe.
Die Maßnahmen im Überblick:
* Refinanzierung: Ablösung von 101 Millionen US-Dollar an gesicherten Schulden (ursprünglich fällig 2027).
* Zinssenkung: Der neue Kredit läuft zu günstigeren Konditionen (SOFR plus 6,25 Prozent).
* Liquidität: Nach den Transaktionen wird ein Kassenbestand von rund 425 Millionen Kanadischen Dollar (CAD) prognostiziert.
Diese Neuaufstellung reduziert den unmittelbaren Druck auf die Bilanz und gibt dem Management Spielraum, sich auf das operative Geschäft zu konzentrieren.
Übernahme soll Margen stärken
Parallel zur finanziellen Sanierung treibt Canopy die Expansion voran. Die Übernahme von MTL Cannabis für einen Unternehmenswert von 179 Millionen CAD soll noch vor Ende Februar abgeschlossen sein. Der Zukauf ist strategisch bedeutsam: MTL wirtschaftete zuletzt hochprofitabel mit einer Bruttomarge von 51 Prozent.
Durch die Integration erwartet Canopy Kostensynergien von rund 10 Millionen CAD innerhalb von 18 Monaten. Zudem verbessert sich die Marktposition deutlich: Das kombinierte Unternehmen würde im kanadischen Markt für den Erwachsenenkonsum auf Platz sieben vorrücken, mit einer führenden Position im Bereich Premium-Blüten.
Politische Signale und Analystenschätzungen
Rückenwind erhält die Branche derzeit auch aus den USA. Die Anweisung von US-Präsident Trump, Cannabis in die weniger restriktive Kategorie „Schedule 3“ umzugruppieren, sorgte für Optimismus. Eine solche Reform würde es Unternehmen ermöglichen, normale Betriebskosten steuerlich geltend zu machen, was die Finanzlage der gesamten Industrie erheblich verbessern könnte.
Für die anstehenden Zahlen zum dritten Quartal erwarten Analysten zwar einen Umsatzrückgang auf 50,6 Millionen US-Dollar, rechnen aber gleichzeitig mit einer deutlichen Reduzierung des Verlusts pro Aktie auf 0,03 US-Dollar (Vorjahr: -0,79 US-Dollar). Analysten bewerten die operative Stabilisierung vorsichtig positiv: Das durchschnittliche Kursziel der Wall Street liegt mit 3,78 US-Dollar aktuell weit über dem derzeitigen Kursniveau von rund 1,19 US-Dollar.
Am 6. Februar wird sich zeigen, ob sich die bilanziellen Fortschritte bereits in den Geschäftszahlen widerspiegeln und wie schnell die Integration von MTL Cannabis Früchte tragen kann.
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