Canopy Growth Aktie: Genügend Reserven?

Der Cannabisproduzent stemmt sich mit einer neuen Finanzierungsrunde gegen anhaltende Verluste und Kursverfall, während die Übernahme von MTL den Fokus auf das Medizingeschäft verstärkt.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie verliert 46 Prozent binnen eines Jahres
  • Neue Kreditlinie schafft finanzielle Luft bis 2031
  • Übernahme von MTL stärkt medizinisches Kerngeschäft
  • Analysten erwarten deutliche Ergebnisverbesserung

Die Canopy-Growth-Aktie bleibt stark belastet. Der kanadische Cannabisproduzent kämpft weiter mit Verlusten und einem rückläufigen Geschäft. Der Kurs liegt aktuell bei rund 1,17 US‑Dollar – ein Rückgang von 46 % binnen eines Jahres und ein Wertverlust von über 99 % auf Fünfjahressicht. Kann die jüngst eingeleitete Rekapitalisierung den Kursverfall zumindest bremsen?

Schwache Kursentwicklung, geschrumpfte Bewertung

In den vergangenen vier Wochen verlor die Aktie weitere rund 13 % und hinkte damit sowohl dem breiteren Gesundheitssektor als auch dem S&P 500 klar hinterher. Die Marktkapitalisierung liegt nur noch bei etwa 480 Mio. US‑Dollar und damit weit entfernt von den Milliardenbewertungen während des früheren Cannabisbooms.

Canopy Growth

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Wichtige Kennzahlen im Überblick:

  • 1-Monats-Performance: -12,98 %
  • 1-Jahres-Performance: -46,15 %
  • 5-Jahres-Performance: -99,64 %
  • 52-Wochen-Spanne: 0,77 – 2,90 US‑Dollar
  • Marktkapitalisierung: ca. 481 Mio. US‑Dollar

Der Titel steht damit weiter deutlich unter Druck, sowohl historisch als auch im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Rekapitalisierung verlängert den finanziellen Spielraum

Zu Monatsbeginn hat das Unternehmen eine strategische Rekapitalisierung angekündigt, um die Bilanz zu stärken und Fälligkeiten zu strecken. Die Mitteilung vom 8. Januar umfasst im Kern:

  • einen neuen Term Loan über 150 Mio. US‑Dollar mit Laufzeit bis Januar 2031
  • die Refinanzierung des bestehenden, 2027 fälligen Term Loans
  • den Umtausch von bis 2029 laufenden Wandelanleihen
  • erwartete liquide Mittel von rund 425 Mio. CAD nach Abschluss der Transaktionen

Finanzvorstand Tom Stewart spricht von einer „finanziellen Startbahn bis 2031“, die dem Unternehmen mehr Flexibilität für Wachstumsinitiativen geben soll. Gleichzeitig bleibt das zugrunde liegende Problem der anhaltenden Verluste bestehen, sodass der Fokus auf der Umsetzung operativer Verbesserungen liegt.

MTL-Übernahme und Fokus auf medizinischen Cannabis

Parallel treibt Canopy Growth die Übernahme von MTL Cannabis voran. Ziel ist der Aufbau einer führenden medizinischen Cannabisplattform in Kanada.

Die Transaktion soll:

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  • eine verlässliche Versorgung mit qualitativ hochwertigem Cannabisblüten sichern
  • die Exportfähigkeit in internationale medizinische Märkte stärken

Damit setzt das Unternehmen stärker auf margenstärkere medizinische Anwendungen und auf Auslandsgeschäft, nachdem der heimische Markt im Freizeitsegment zunehmend wettbewerbsintensiv ist.

Ergebnisverbesserung in Sicht

Trotz der schwachen Kursentwicklung erwartet der Analystenkonsens eine deutliche Verbesserung beim Ergebnis je Aktie, wenn auch auf weiterhin negativem Niveau:

  • Q3 GJ 2026 EPS-Schätzung: -0,03 US‑Dollar (Verbesserung um 96 % gegenüber dem Vorjahr)
  • EPS-Prognose Gesamtjahr: -0,21 US‑Dollar (93 % besser als im Vorjahr)
  • Umsatzprognose Q3: 50,59 Mio. US‑Dollar (Rückgang um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr)

In den Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Canopy Growth ein Wachstum im kanadischen Freizeitgeschäft von 30 % sowie ein Plus von 17 % im medizinischen Bereich. Zum 30. September 2025 lagen liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente bei 298 Mio. US‑Dollar und damit rund 70 Mio. US‑Dollar über den ausstehenden Finanzverbindlichkeiten.

Operativ zeichnen sich damit erste Fortschritte ab, auch wenn Umsatzrückgänge auf Gesamtbasis und die fortgesetzte Verlustsituation die Bilanz weiterhin belasten.

Belastende Rahmenbedingungen im Cannabissektor

Der gesamte Cannabissektor bleibt mit Gegenwind konfrontiert. Zwar hat US‑Präsident Trump im Dezember 2025 eine Anordnung zur Neueinstufung von Marihuana in den USA unterzeichnet. Für Canopy Growth als kanadischen Produzenten ist der direkte Nutzen jedoch begrenzt. Eine Neueinstufung bedeutet keine umfassende Legalisierung, und der Zugang zum US‑Markt bleibt regulatorisch unsicher.

Die Strategie des Konzerns stützt sich stark auf die Struktur „Canopy USA“, über die wirtschaftliche Beteiligungen an US‑Assets gehalten werden, ohne Börsenregularien zu verletzen. Diese Vermögenswerte könnten künftig konsolidiert werden, falls sich der regulatorische Rahmen auf Bundesebene in den USA entsprechend ändert.

Aktuell ist die Aktie bei Zacks mit Rang 3 („Hold“) eingestuft, was auf eine Entwicklung im Rahmen des Gesamtmarkts hindeutet. Am 6. Februar stehen die nächsten Quartalszahlen an – dann wird sich zeigen, ob die Kombination aus Rekapitalisierung, MTL-Übernahme und operativen Fortschritten ausreicht, um die laufende Ergebnisverbesserung zu bestätigen und die anhaltenden Mittelabflüsse weiter zu begrenzen.

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