Canopy Growth: DEA-Hearing am 29. Juni
Die US-Regierung stuft medizinisches Cannabis herab, was Canopy Growth einen Kurssprung beschert. Ein Pilotprojekt öffnet zudem Medicare für Hanfprodukte.

Kurz zusammengefasst
- Kursplus von über 30 Prozent
- DEA lockert Einstufung von Medizinalhanf
- Medicare startet Hanf-Pilotprojekt
- Bilanzvorlage für viertes Quartal im Mai
Ein Kursplus von über 30 Prozent innerhalb eines Monats spricht eine klare Sprache. Canopy Growth gehörte am Montag zu den meistgehandelten Werten der gesamten Cannabis-Branche. Der Grund für diese Rally liegt in Washington. Die US-Regierung lockert die Einstufung bestimmter Marihuana-Produkte.
Neue Regeln für medizinisches Cannabis
Seit dem 22. April greift eine neue Verordnung der US-Drogenbehörde DEA. Sie stuft medizinisches Cannabis mit staatlicher Lizenz auf der Gefahrenskala herab. Diese Produkte fallen nun in die niedrigere Kategorie III. Das ist keine vollständige Legalisierung für den Freizeitmarkt.
Für lizenzierte Betreiber bringt der Schritt massive Vorteile. Die Folge: Sie entkommen einer strengen Steuerregel. Bisher durften Unternehmen mit Cannabis-Bezug kaum Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Diese finanzielle Fessel fällt nun für medizinische Anbieter weg.
Am 29. Juni folgt der nächste wichtige Termin. Die DEA prüft in einer Anhörung eine breitere Neueinstufung der gesamten Pflanze. Berichte über diese Pläne trieben die Canopy-Aktie in der Spitze um 17 Prozent an.
Medicare startet Pilotprojekt
Parallel dazu öffnet sich das US-Gesundheitssystem vorsichtig für Hanf. Die Behörde CMS startete Anfang April ein neues Pilotprojekt. Bestimmte Gesundheitsdienstleister dürfen Medicare-Patienten nun ausgewählte Hanfprodukte anbieten.
Eine flächendeckende Kostenübernahme bedeutet das nicht. Die Anbieter zahlen die Produkte selbst. Pro Patient und Jahr liegt das Limit bei 500 US-Dollar. Die Erzeugnisse unterliegen strengen klinischen Vorgaben.
Für Canopy Growth liefern diese US-Entwicklungen eine wichtige Perspektive. Der Konzern kaufte erst im März den kanadischen Konkurrenten MTL Cannabis. Damit stärkte das Management gezielt das medizinische Kerngeschäft.
Blick auf die Bilanzen
Operativ arbeitet das Unternehmen weiter an der Profitabilität. Canopy Growth setzt dafür auf ein Modell mit wenig Anlagevermögen. Ende 2025 verfügte der Konzern über liquide Mittel von rund 371 Millionen Kanadischen Dollar. Die Schuldenlast lag bei 225 Millionen Dollar.
Der Weg in die schwarzen Zahlen bleibt weit. In den vergangenen zwölf Monaten verbuchte Canopy einen Nettoverlust von 327 Millionen Dollar. Dem steht eine Marktkapitalisierung von aktuell rund 500 Millionen US-Dollar gegenüber.
Am 29. Mai legt das Management die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vor. Analysten erwarten einen Umsatz von knapp 79 Millionen Kanadischen Dollar. Dieser Bericht liefert die ersten harten Fakten zur Integration der jüngsten Zukäufe.
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