Cardano: 16 Millionen ADA in SecondFi-Hack gestohlen
Ein Sicherheitsvorfall bei SecondFi führt zum Diebstahl von 16 Millionen ADA. Gründer Hoskinson arbeitet an einem neuen Rettungsmechanismus ohne Seed-Phrase.

Kurz zusammengefasst
- SecondFi-Wallet-Schwachstelle ausgenutzt
- 16 Millionen ADA gestohlen
- Hoskinson testet Zero-Knowledge-Rettung
- ADA-Kurs fällt auf Fünf-Jahres-Tief
Ein kritischer Fehler in der Wallet-Software erschüttert das Cardano-Ökosystem. Millionen von Token sind bereits abgeflossen. Gründer Charles Hoskinson reagiert nun mit einem radikalen technischen Umbau. Die Zeit drängt. Der Kurs der Kryptowährung befindet sich im freien Fall.
Der SecondFi-Hack und die Folgen
Der Auslöser der aktuellen Krise liegt beim Wallet-Anbieter SecondFi. Eine Schwachstelle in der Software legte private Schlüssel offen. Hacker nutzten dies sofort aus. Sie räumten 374 Wallets leer und stahlen rund 16 Millionen ADA.
Das Sicherheitsteam von SlowMist warnt vor weiteren Angriffen. Insgesamt stehen Token im Wert von knapp 20 Millionen US-Dollar im Feuer. Nutzer dürfen kompromittierte Seed-Phrasen auf keinen Fall in neue Wallets importieren.
Rettung ohne Seed-Phrase
Cardano-Gründer Charles Hoskinson testet als Reaktion einen neuen Rettungsmechanismus. Dieser entsteht in Zusammenarbeit mit dem Midnight-Team. Nutzer sollen künftig den Besitz einer Wallet beweisen können, ohne ihre 24-Wörter-Seed-Phrase preiszugeben.
Das System nutzt dafür sogenannte Zero-Knowledge-Beweise. Gelingt die Verifikation, gibt ein Smart Contract die blockierten ADA aus einem speziellen Rettungspool frei.
Parallel dazu baut das Netzwerk seine Infrastruktur aus. Der Zahlungsdienstleister MoneyGram agiert nun als Validator. Am 6. Juli 2026 startet das Midnight-Testnetzwerk. Bis Jahresende soll dort eine Milliarde US-Dollar gebunden sein.
Kurs bricht auf Fünf-Jahres-Tief ein
Am Markt hinterlassen die Sicherheitsprobleme tiefe Spuren. Der ADA-Kurs fiel auf 0,14 US-Dollar und markiert damit ein Fünf-Jahres-Tief. Allein im vergangenen Monat verlor Cardano rund 40 Prozent seines Wertes.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf knapp 60 Prozent. Technische Indikatoren signalisieren extreme Verkaufsbereitschaft. Der Relative-Stärke-Index liegt aktuell bei 24,7 und zeigt einen stark überverkauften Markt an.
Kurzfristig richtet sich der Blick auf die Marke von 0,144 US-Dollar. Hält diese Unterstützung nicht, drohen weitere Abverkäufe. Ein Ausbruch über den Widerstand bei 0,176 US-Dollar ist nötig, um den Abwärtstrend zu stoppen.
Trotz der massiven Kursverluste läuft die technische Entwicklung im Hintergrund weiter. Das neue Leios-Testnetzwerk prüft aktuell einen Datendurchsatz von 200 Kilobyte pro Sekunde. Die vollständige Einführung im Hauptnetzwerk ist für November 2026 geplant. Bis dahin muss das neue Recovery-Protokoll das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen.
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