Cardano: Druck auf ADA

Der ADA-Kurs fällt auf 0,35 US-Dollar, getrieben von geopolitischen Spannungen und einer riskoaversen Marktstimmung. Technische Signale und Derivatedaten deuten auf anhaltenden Verkaufsdruck hin.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursnotierung deutlich unter wichtigen Durchschnitten
  • Geopolitische Spannungen dämpfen Risikoappetit
  • Derivatemarkt zeigt Übergewicht an Short-Positionen
  • Ökosystem verzeichnet Fortschritte bei Governance

Cardano steckt zum Jahresauftakt in einem schwierigen Umfeld. Steigende geopolitische Spannungen zwischen den USA und Iran sowie eine abwartende US-Notenbank dämpfen die Risikobereitschaft – und damit auch die Nachfrage nach ADA. Parallel signalisieren technische Indikatoren und Derivatemarkt ein Übergewicht auf der Verkäuferseite. Wie stabil ist der aktuelle Boden wirklich?

Schwacher Kurs, schwaches Sentiment

ADA hat seine kurze Erholung zu Wochenbeginn nicht halten können und ist zur Wochenmitte wieder in den Abwärtstrend zurückgefallen. Heute notiert der Token mit rund 0,35 US‑Dollar deutlich unter dem 50‑Tage-Durchschnitt von 0,38 US‑Dollar und fast 60 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 0,87 US‑Dollar. Der Rückgang seit dem Herbst 2025 spiegelt vor allem eine Eintrübung der allgemeinen Kryptostimmung wider.

Cardano

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Seit Jahresbeginn liegt ADA leicht im Minus, während der RSI mit 32,5 auf Tagesbasis nahe an der überverkauften Zone kratzt. Das unterstreicht, dass der Verkaufsdruck zunimmt, aber zugleich eine gewisse Spanne für technische Gegenbewegungen entsteht.

Auf der Unterstützungsseite rückt insbesondere das jüngste Verlaufstief um 0,32 US‑Dollar in den Fokus. Ein Tagesschluss darunter könnte aus charttechnischer Sicht den Weg in Richtung der nächsten markanten Zone um 0,27 US‑Dollar öffnen. Auf der Oberseite wäre ein Ausbruch über 0,38 US‑Dollar nötig, um das kurzfristige Bild deutlich aufzuhellen.

Makro- und Geopolitik belasten Risikoanlagen

Die geopolitische Lage liefert derzeit wenig Rückenwind. Steigende Spannungen zwischen den USA und Iran haben in dieser Woche die Risikoaversion der Anleger erhöht. Berichte über mögliche gezielte Militärschläge der USA sowie die Verlegung eines US-Flugzeugträgers inklusive Begleitschiffen in den Nahen Osten schüren die Unsicherheit an den globalen Märkten.

In einem solchen Umfeld fließt Kapital traditionell eher in als sicher geltende Anlagen, während riskantere Segmente wie Kryptowährungen unter Druck geraten. ADA bildet hier keine Ausnahme und folgt dem breiten Markttrend.

Hinzu kommt die jüngste Entscheidung der US-Notenbank, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Statt Klarheit zu schaffen, hat der Stillstand die Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs verlängert. Für viele Marktteilnehmer bleibt offen, wie lange die restriktive Geldpolitik noch anhalten wird – ein zusätzlicher Gegenwind für riskobehaftete Assets.

Technische Signale und Derivatemarkt

Charttechnik bleibt negativ

Technisch dominiert kurzfristig ein bärisches Bild. Der RSI ist von der neutralen 50er-Marke aus nach unten gedreht und signalisiert ein Nachlassen der Kaufdynamik. Zusammen mit dem Unterschreiten zentraler gleitender Durchschnitte deutet dies auf eine Phase anhaltender Schwäche hin.

Wesentliche Marken sind:

  • Unterstützung: Bereich um 0,32 US‑Dollar als jüngstes Verlaufstief
  • Zielzone bei Bruch: Region um 0,27 US‑Dollar
  • Widerstand: etwa 0,38 US‑Dollar als kurzfristige Hürde

Solange ADA unter dieser Widerstandszone bleibt, überwiegt aus technischer Sicht das Risiko weiterer Rückschläge.

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Short-Positionen überwiegen

Auch der Derivatemarkt zeigt ein klares Übergewicht der Skeptiker. Laut CoinGlass liegt das Long-zu-Short-Verhältnis für ADA bei 0,71 und damit auf dem höchsten Short‑Niveau seit über einem Monat. Ein Wert unter 1 bedeutet, dass mehr Marktteilnehmer auf fallende als auf steigende Kurse setzen.

Diese Konstellation verstärkt den kurzfristigen Druck nach unten. Gleichzeitig kann eine derart einseitige Positionierung im Falle positiver Überraschungen aber auch schnelle Eindeckungsbewegungen (Short Squeezes) auslösen – aktuell dominiert jedoch klar das negative Szenario.

Fortschritte im Cardano-Ökosystem

Governance-Struktur nimmt Form an

Parallel zur schwachen Kursentwicklung macht das Cardano-Ökosystem auf Governance-Ebene spürbare Fortschritte. Am 24. Januar 2026 ist eine überarbeitete Cardano-Verfassung in Kraft getreten. Sie erhielt 79 % Zustimmung der sogenannten DReps (Delegated Representatives) sowie die Zustimmung von 6 der 7 Mitglieder des Verfassungskomitees.

Bereits am 20. Januar hatte die Cardano Foundation angekündigt, zusätzliche 220 Millionen ADA an 11 DReps zu delegieren, die sich auf die Bereiche Adoption und Operations konzentrieren. Insgesamt sind damit 360 Millionen ADA an Community‑Vertreter delegiert – ein deutlicher Schritt hin zu stärker dezentraler Governance.

Technische Weiterentwicklung

Auch auf Protokollebene gibt es mehrere Fortschritte:

  • Nested Transactions (CIP‑118): Die Akzeptanz dieses Vorschlags stellt einen wichtigen Meilenstein dar, da das Design für verschachtelte Transaktionen nun finalisiert ist.
  • Account Address Enhancement (CIP‑159): Die Arbeiten zur Ermöglichung von ADA‑Mikropayments in der kommenden Dijkstra‑Ära haben begonnen.
  • Hard‑Fork‑Naming: Eine Community-Initiative, den Hard Fork von Protokollversion 11 nach Max van Rossem zu benennen, hat aktuell 32 % Unterstützung der aktiven DReps. Die Abstimmung läuft noch rund drei Wochen.

Wachsende Aktivität im Netzwerk

Neben Governance und Kernprotokoll tut sich auch im weiteren Ökosystem einiges:

  • Surge-Start: Mit Surge ist auf dem Cardano‑Mainnet eine nicht‑verwahrende automatisierte Handelsplattform live gegangen.
  • Minswap-Airdrop: Die DeFi‑Plattform Minswap startet ab dem 29. Januar einen Airdrop des NIGHT‑Tokens für berechtigte Nutzer.
  • Zengo-Integration: Die Zengo‑Wallet plant eine Anbindung an Cardano und könnte so rund zwei Millionen Nutzern Zugang zum Netzwerk eröffnen.

Diese Entwicklungen unterstreichen, dass sich die Aktivität im Cardano‑Kosmos weiter ausbreitet, auch wenn der Tokenpreis derzeit schwächelt.

Ausblick: Spagat zwischen Fundament und Marktstimmung

Kurzfristig bleibt das Umfeld für ADA angespannt: Geopolitische Risiken, eine zurückhaltende US‑Notenbank und eine riskoaverse Marktstimmung drücken auf die Kurse, während technische Indikatoren und Derivatedaten auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeuten. Entscheidend für die nächsten Tage und Wochen ist vor allem, ob die Unterstützung im Bereich um 0,32 US‑Dollar hält oder unterschritten wird.

Gleichzeitig zeigt die Plattformseite ein anderes Bild: Fortschritte bei Governance, Protokolldesign und Ökosystem‑Anwendungen stärken die strukturelle Basis des Netzwerks. Damit bleibt Cardano fundamental in Bewegung, selbst wenn die aktuelle Kursphase vor allem von externen Faktoren und kurzfristigem Sentiment bestimmt wird.

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