Cardano: Erwartungen überprüfen

Trotz schwacher Kursentwicklung schreitet Cardano mit einer neuen Verfassung und wachsendem Ökosystem voran. Die Blockchain hält eine wichtige Unterstützungszone.

Kurz zusammengefasst:
  • ADA-Kurs konsolidiert in wichtiger Unterstützungszone
  • Neue Cardano-Verfassung tritt am 24. Januar in Kraft
  • DeFi-Ökosystem wächst auf 183 Mio. US-Dollar TVL
  • Hydra-Lösung erreicht Produktionsreife für Skalierung

Cardano steht an einem wichtigen Wendepunkt: Während der Kurs in einer Unterstützungszone festhängt, macht die Blockchain bei Governance und Technik klare Fortschritte. Mit dem Inkrafttreten einer überarbeiteten „Verfassung“ und einer wachsenden DeFi-Landschaft stellt sich die Frage, ob die Fundamentaldaten stärker sind als die aktuelle Marktschwäche – und genau hier setzt der Artikel an.

Kurs unter Druck, Struktur intakt

ADA notiert heute bei rund 0,36 US‑Dollar und liegt damit knapp 9 % unter dem Niveau von vor sieben Tagen. Der Token bewegt sich seit Tagen in einer engen Unterstützungszone zwischen 0,33 und 0,35 US‑Dollar, während der breitere Kryptomarkt nach deutlichen Liquidationen weiter mit einem verhaltenen Risikoappetit zu kämpfen hat.

Cardano

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Technische Analysten sehen trotz der jüngsten Schwäche eine grundsätzlich noch intakte, leicht bullische Struktur. Die Zone um 0,33 bis 0,35 US‑Dollar wurde seit Mitte Dezember 2025 mehrfach getestet, ohne dass es zu einem klaren Durchbruch nach unten kam. Ein Rutsch unter 0,33 US‑Dollar würde dieses Bild allerdings deutlich eintrüben.

Auf der Oberseite gelten 0,40, 0,42 und 0,47 US‑Dollar als wichtige Widerstände. Ein stabiler Ausbruch über 0,40 US‑Dollar wäre aus Marktsicht ein erstes Signal, dass sich die aktuelle Konsolidierungsphase in eine nachhaltigere Erholung wandeln könnte.

Technische Signale: Bullische Divergenz

Auf der 12‑Stunden‑Chart von TradingView zeigt ADA seit Ende 2025 ein interessantes Muster. Zwischen dem 21. November 2025 und dem 1. Januar 2026 markierte der Kurs zwar tiefere Tiefs, der Relative‑Stärke‑Index (RSI) bildete gleichzeitig höhere Tiefs aus. Diese sogenannte bullische Divergenz wird häufig als Hinweis gewertet, dass ein Abwärtstrend an Kraft verliert.

Der aktuelle RSI über 14 Tage liegt mit 32,5 im unteren, aber noch nicht extrem überverkauften Bereich. Zusammen mit der verteidigten Unterstützungszone und dem Abstand von rund 8 % zum Jahrestief bei 0,33 US‑Dollar ergibt sich ein Bild: Der Markt preist Schwäche ein, kapituliert aber bislang nicht vollständig.

Governance: Neue Cardano-Verfassung tritt in Kraft

Parallel zur charttechnischen Bewährungsprobe vollzieht Cardano einen wichtigen Schritt bei der dezentralen Steuerung des Netzwerks. Am 19. Januar 2026 wurde eine aktualisierte Cardano‑Verfassung ratifiziert. 79 % des aktiven Voting‑Stake, repräsentiert durch sogenannte DReps (Delegated Representatives), stimmten zu. Die neue Fassung tritt mit dem Epochenwechsel am 24. Januar in Kraft.

Zentrale Änderungen im Überblick

Die Anpassungen zielen auf mehr Klarheit und höhere Anforderungen an Governance‑Entscheidungen:

  • Budget Info Actions nicht mehr verfassungsrelevant
    Informationsbezogene Budget‑Aktionen werden in der Verfassung nicht länger als Grundlage für Ausgaben aus der Treasury anerkannt. Solche Info‑Aktionen können zwar weiter on‑chain existieren, gelten aber nicht mehr als Budgetfreigabe.

  • Treasury‑Abhebungen müssen vollständig sein
    Anträge auf Mittelabflüsse aus der Treasury müssen alle notwendigen Details direkt enthalten. Separate, vorgelagerte Budgetbeschlüsse zur Abdeckung von Anforderungen sind nicht mehr vorgesehen.

  • Strengere Standards für Governance‑Aktionen
    Jede Governance‑Aktion muss auf Off‑Chain‑Dokumente über unveränderliche Links (etwa IPFS) verweisen. Das soll Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsgrundlagen erhöhen.

Es ist bereits die dritte Anpassung der Verfassung seit ihrer ersten Verabschiedung Anfang 2025. Damit zeigt sich: Das Dokument wird tatsächlich als lebendiger Rahmen genutzt, der gemeinsam mit der Community weiterentwickelt wird.

Ökosystem: Wachstum trotz Gegenwind

Trotz schwachem Marktumfeld wächst das Cardano‑Ökosystem weiter. Laut einem Forschungsbericht von Januar 2026 sind inzwischen 387 Protokolle auf dem Netzwerk aktiv – ein Plus von 62,4 % im Jahresvergleich.

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Die Projekte verteilen sich auf mehrere Bereiche:

  • 156 DeFi‑Protokolle
  • 43 NFT‑Plattformen
  • 102 Infrastrukturprojekte
  • 86 sonstige Applikationen

DeFi-Kennzahlen

Daten von DeFi Llama zeigen, dass Cardano im DeFi‑Segment inzwischen eine gewisse Basis aufgebaut hat:

  • Total Value Locked (TVL): rund 183 Mio. US‑Dollar
  • Größte Protokolle:
  • Minswap (DEX) mit ca. 50,5 Mio. US‑Dollar TVL
  • Liqwid Finance (Lending) mit rund 43,5 Mio. US‑Dollar TVL
  • Weitere wichtige Projekte: Danogo, Indigo (synthetische Assets/CDP), Djed (Stablecoin)
  • 24‑Stunden‑DEX‑Volumen: 2,34 Mio. US‑Dollar
  • Marktkapitalisierung der Stablecoins im Netzwerk: 35,98 Mio. US‑Dollar

In der Summe untermauern diese Zahlen, dass Cardano im DeFi‑Bereich zwar noch nicht zu den ganz großen Netzwerken gehört, der Ausbau aber spürbar voranschreitet.

Skalierung: Hydra und Smart Contracts

Technisch setzt Cardano weiter auf das Layer‑2‑Protokoll Hydra, das im Mai 2023 ins Mainnet kam und im Oktober 2025 die Version v1 mit Produktionsreife erreicht hat. Hydra funktioniert als State‑Channel‑Lösung:

  • Transaktionen laufen off‑chain mit niedriger Latenz
  • Die Sicherheit des Cardano‑Mainnets bleibt erhalten
  • Innerhalb sogenannter Hydra Heads ist nahezu sofortige Finalität möglich
  • Durch isomorphes Design stehen dieselben Features wie auf dem Mainnet zur Verfügung – inklusive nativer Tokens, NFTs und Plutus‑Smart‑Contracts

Hydra v1 wurde bereits in der Praxis getestet, unter anderem in der Midnight‑Umgebung „Glacier Drop“. Der Fahrplan sieht als nächste Schritte bessere Beobachtbarkeit, Zahlungen zwischen unterschiedlichen Hydra Heads und optimierte Deployment‑Tools vor.

Auch auf Smart‑Contract‑Ebene gab es 2025 deutliche Fortschritte: Die Anzahl der Deployments stieg um 187 %. Mit Plutus V2 und V3 unterstützt Cardano nun unter anderem Off‑Chain‑Berechnungen und Cross‑Chain‑Calls, was komplexere Anwendungsfälle ermöglicht.

Nächster Schritt: Geplanter Hard Fork 2026

Für 2026 steht zudem eine weitere Protokoll‑Aktualisierung an. Die Community stimmt derzeit darüber ab, ob die Version‑11‑Hard‑Fork den Namen „van Rossem Hard Fork“ erhalten soll – zu Ehren des verstorbenen Governance‑Vertreters Max van Rossem.

Inhaltlich soll das Upgrade vor allem drei Bereiche stärken:

  • Node‑Sicherheit
  • Konsistenz des Ledgers
  • Leistung der Plutus‑Smart‑Contracts

Die Abstimmung läuft noch bis zum 14. Februar 2026. Parallel dazu bereiten sich Entwickler und Betreiber auf die technischen Anpassungen vor, die mit der neuen Version einhergehen.

Makrolage: Krypto bleibt Risiko-Asset

Die Kursentwicklung von ADA spiegelt die vorsichtige Stimmung am Kryptomarkt wider. Laut CoinDesk hinken große Coins trotz Rückenwind von asiatischen Aktien und einem schwächeren US‑Dollar hinterher.

Synfutures‑COO Wenny Cai bringt es so auf den Punkt: Krypto werde weiterhin eher als „Volatilitätsverstärker“ gehandelt als als defensives Asset. Die jüngste Welle an Liquidationen habe zwar übermäßige Hebelung abgebaut, Unsicherheit über Regulierung, Finanzierungskosten und die weitere Geldpolitik sorge aber dafür, dass Investoren selektiv bleiben und selten aggressiv ins Risiko gehen.

Fazit: Wichtige Wegmarke für Cardano

Cardano startet mit gemischtem Bild ins Jahr 2026: Der ADA‑Kurs liegt mit 0,36 US‑Dollar deutlich unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 0,87 US‑Dollar, hält sich aber oberhalb der Marke von 0,33 US‑Dollar und damit knapp über dem Jahrestief. Gleichzeitig schreitet die Entwicklung des Netzwerks bei Governance, DeFi‑Ökosystem und Skalierung sichtbar voran.

Mit dem Inkrafttreten der neuen Verfassung am 24. Januar, einem wachsenden TVL von rund 183 Mio. US‑Dollar in DeFi‑Protokollen und der produktionsreifen Hydra‑Lösung stehen die Zeichen fundamental eher auf Ausbau als auf Rückzug. Entscheidend für die technische Marktstruktur bleibt nun, ob der Bereich 0,33–0,35 US‑Dollar als Unterstützung hält und ADA in den kommenden Wochen die Hürde bei 0,40 US‑Dollar überwinden kann, um die Chance auf eine belastbare Trendwende zu eröffnen.

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