Cardano: Unerwünschte Neuigkeiten?

Cardano steht mit dem Start der Privacy-Chain Midnight und dem Van-Rossem-Upgrade vor wichtigen technischen Meilensteinen, während die On-Chain-Aktivität und der ADA-Kurs unter Druck bleiben.

Redaktion Stock-World ·
Cardano Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Start der Privacy-Blockchain Midnight Ende März
  • Van-Rossem-Upgrade auf Protokoll-Version 11
  • Stark rückläufige DEX-Gebühren signalisieren weniger Aktivität
  • ADA-Kurs notiert in bärischer Marktphase

Bei Cardano verdichten sich für Ende des Monats gleich zwei technische Termine. Zum einen soll die Privacy-Blockchain „Midnight“ als Partner-Chain ans Mainnet gehen. Zum anderen steht mit „van Rossem“ das Upgrade auf Protokoll-Version 11 an. Beides fällt in eine Phase, in der ADA laut Quelltext gegenüber dem breiten Kryptomarkt unter Druck bleibt.

Midnight-Start: Privacy, aber regelkonform

Charles Hoskinson zufolge soll das Midnight-Mainnet in der letzten Woche des Monats starten. Midnight ist darauf ausgelegt, „privacy-preserving“ Smart Contracts zu ermöglichen, ohne auf vollständige Anonymität zu setzen. Technisch arbeitet das Netzwerk mit Zero-Knowledge-Proofs. Nutzer sollen Transaktionen standardmäßig privat halten können, aber bei Bedarf Informationen gezielt gegenüber autorisierten Stellen offenlegen.

Das Projekt setzt beim Start auf ein föderiertes Modell. Als Validator-Partner nennt der Quelltext Google, MoneyGram, Telegram und Vodafone. Die Dezentralisierung soll demnach schrittweise ausgebaut werden: zunächst mit einer kleinen Validator-Gruppe, später mit weiteren Teilnehmern.

Beim zugehörigen NIGHT-Token verweist der Quelltext auf eine Marktkapitalisierung von über 986 Mio. US-Dollar. Zudem laufe das Testnet „gut“: Die Zahl der Slots liege bei über 295 Mio., die Transaktionen im „Tausenderbereich“.

Van Rossem: Upgrade ohne Bruch

Parallel finalisiert Cardano den „van Rossem“-Hard-Fork als Intra-Era-Upgrade auf Protokoll-Version 11. Der Fokus liegt laut Quelltext auf gezielten Verbesserungen bei Plutus-Performance, Ledger-Konsistenz und Sicherheit auf Node-Ebene. Weil es sich um ein Intra-Era-Upgrade handelt, soll es keine grundlegenden Änderungen an der Transaktionsstruktur geben – entsprechend wird ein reibungsloser Übergang erwartet.

Die Namensabstimmung ist demnach abgeschlossen. Mehr als 80% des aktiven DRep-Stakes sollen zugestimmt haben. Entwicklerteams haben Node-Version 10.6.2 für Tests veröffentlicht; 10.7.0 ist als Mainnet-Kandidat vorgesehen. Hoskinson nannte in einem Livestream im Februar „nächsten Monat“ als Zeitfenster.

Liquidity-Schub – aber weniger Aktivität

Im DeFi-Umfeld meldet der Quelltext eine Stablecoin-Marktkapitalisierung von über 47 Mio. US-Dollar, wobei USDC dominiert. Das native USDC-Angebot habe 17 Mio. überschritten und die DeFi-Liquidität binnen einer Woche um 28% erhöht. Außerdem werden Cross-Chain-Zuflüsse von über 80 Mio. US-Dollar genannt, wobei „USDCx“ eine Rolle gespielt habe.

Auf der Konferenz „Consensus Hong Kong 2026“ kündigte Hoskinson zudem eine Integration mit LayerZero für Cross-Chain-Kommunikation an, inklusive „trustless message passing“ etwa mit Ethereum.

Dem stehen jedoch klare Signale sinkender Nutzung gegenüber: DEX-Gebührendaten von Minswap, WingRiders, SundaeSwap und weiteren Protokollen zeigen laut Quelltext deutliche Rückgänge über 30 Tage. Viele Plattformen lägen 50–70% unter dem Vormonat – ein Hinweis auf geringere On-Chain-Aktivität und weniger Handelsinteresse.

Marktbild und institutionelle Signale

Der Quelltext beschreibt das Tageschart-Szenario weiterhin als bärisch: ADA notiere unter den 20-, 50- und 200-Tage-EMAs. Dazu kommt ein Fear-&-Greed-Wert von 10 („Extreme Fear“). Mit einer Bitcoin-Dominanz nahe 57% bündele sich Kapital stärker in BTC, während Altcoins wie Cardano dadurch anfälliger bleiben, bei besserer Stimmung aber auch schneller reagieren könnten.

Auf institutioneller Seite werden zwei Punkte genannt: Im Februar starteten CME-ADA-Futures. Außerdem erhöhte Grayscale das ADA-Gewicht in seinem Smart-Contract-Platform-Fund.

In den kommenden Wochen wird sich daran messen lassen, ob Midnight-Launch und van-Rossem-Upgrade die Basis für mehr Aktivität liefern – gerade vor dem Hintergrund der zuletzt stark gefallenen DEX-Gebühren und der im Quelltext beschriebenen risk-off-Stimmung.

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