Cardano: Van-Rossem-Hardfork aktiviert
Cardano startet On-Chain-Governance per Hardfork und verzeichnet massive Zukäufe durch Großinvestoren. Der Kurs steigt deutlich.

Kurz zusammengefasst
- Erster Hardfork durch Community-Abstimmung
- IBC-Brücke zu Injective im Testnet
- Wale akkumulieren 240 Millionen ADA
- Kurs legt um 17,71 Prozent zu
Die Kryptowährung Cardano (ADA) hat eine ereignisreiche Woche hinter sich, die von technischen Meilensteinen und einer deutlichen Verschiebung der Investorenstruktur geprägt war. Mit der Aktivierung des Van-Rossem-Hardforks am gestrigen Dienstag trat das Netzwerk in eine neue Phase der On-Chain-Governance ein. Parallel dazu zeigt sich am Markt eine verstärkte Akkumulation durch Großinvestoren, während kurzfristig orientierte Anleger ihre Bestände offenbar reduzieren.
Van-Rossem-Hardfork und neue Interoperabilität
Mit dem Upgrade auf das Protokoll v11 hat Cardano gestern den ersten Hardfork vollzogen, der vollständig durch eine On-Chain-Abstimmung der Community genehmigt wurde. Dieser Schritt gilt als zentraler Punkt für die Dezentralisierung des Netzwerks. Das Upgrade soll zudem die Effizienz von Smart Contracts steigern und Transaktionskosten senken. Charles Hoskinson rief die Community in diesem Zusammenhang zur Einheit auf und betonte, dass die Cardano Foundation ihre operativen Fähigkeiten deutlich verbessert habe.
Ein weiterer technischer Durchbruch wurde im Bereich der Interoperabilität erzielt. Seit gestern ist die erste Live-Verbindung über das Inter-Blockchain Communication (IBC) Protokoll mit dem Injective-Netzwerk im Testnet aktiv. Damit ist es erstmals möglich, ADA-Token zu Injective und INJ-Token zu Cardano zu transferieren. Obwohl es sich noch um eine experimentelle Phase handelt, wird die Ausweitung dieser Brückentechnologie auf über 115 weitere Blockchains angestrebt. Dies soll Cardano stärker mit dem restlichen Krypto-Ökosystem vernetzen und neue Anwendungsfälle im Bereich RealFi ermöglichen.
Wale akkumulieren Millionenbestände
Während der Kurs in den letzten sieben Tagen um 17,71 % zulegen konnte, zeigen Daten von Santiment eine interessante Dynamik unter den Haltern. Sogenannte Wale, also Adressen mit sehr großen Beständen, haben in den vergangenen fünf Tagen insgesamt 240 Millionen ADA zugekauft. Dies entspricht einem Marktwert von etwa 175 Millionen US-Dollar. Im Gegensatz dazu ist die Anzahl der Wallets, die ein Guthaben ungleich Null aufweisen, in den letzten zwei Monaten um 7.070 gesunken.
Analysten werten dies als Zeichen für eine Konsolidierung: Kleinanleger („Retail“) ziehen sich zurück, während das Kapital in „starke Hände“ übergeht. Medienberichten zufolge fehlt die breite Beteiligung privater Anleger derzeit noch, was oft als Indikator dafür gilt, dass eine Rallye noch nicht überhitzt ist. Die Entwickleraktivität bleibt derweil auf einem hohen Niveau. Mit 43 aktiven Entwicklern belegt Cardano derzeit den zweiten Platz hinter Ethereum.
Technischer Ausblick und das ETF-Fenster
Cardano notiert aktuell bei 0,1908 USD. Mit dem jüngsten Kursanstieg setzt sich ADA deutlich vom 50-Tage-Durchschnitt ab, der bei 0,1654 USD liegt. Der nächste markante Widerstand wird von Marktbeobachtern im Bereich von 0,198 USD bis 0,20 USD verortet. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke könnte den Weg für weitere Gewinne in Richtung 0,25 USD ebnen. Unterstützt wird die bullische Stimmung durch die Planung der „Dijkstra-Ära“. Bis zum Jahresende sollen hierbei Funktionen wie „Nested Transactions“ und „Linear Leios“ eingeführt werden, um die Skalierbarkeit weiter zu erhöhen.
Zusätzlich rückt ein wichtiger Termin für institutionelle Anleger näher. Am 9. August erreichen die Cardano-Futures an der CME die 6-Monats-Schwelle, was laut Marktbeobachtern die Öffnung eines Zeitfensters für mögliche Anträge auf börsengehandelte Indexfonds (ETFs) bedeuten könnte. Auch wenn kurzfristig Gewinnmitnahmen den heutigen Handel leicht belasten, bleibt der Fokus der Marktteilnehmer auf der technischen Weiterentwicklung und den kommenden Skalierungslösungen wie Hydra und Mithril.
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