Carl Zeiss Meditec: 18 Prozent über Jahrestief
Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec verzeichnet im wichtigen Chinageschäft massive Preissenkungen durch lokale Konkurrenz, was zu einem Quartalsverlust führte und die Jahresprognose blockiert.

Kurz zusammengefasst
- Massiver Preisverfall durch lokale Konkurrenz in China
- Quartalsverlust nach Gewinn im Vorjahreszeitraum
- Umstrukturierung mit Produktionsverlagerung nach China
- Aktuelle Prognose gestrichen, Update für Mai angekündigt
Erste Kursgewinne täuschen über das Kernproblem hinweg. Carl Zeiss Meditec kämpft in China mit einem massiven Preisverfall. Das Ergebnis einer wichtigen Ausschreibung blockiert aktuell die Jahresprognose des Medizintechnikkonzerns.
Am Mittwoch schloss die Aktie bei 27,48 Euro. Damit notiert das Papier knapp sieben Prozent über der 50-Tage-Linie. Seit dem Jahrestief von Ende März bei rund 23 Euro ging es deutlich bergauf. Chartanalysten werten das als erstes Lebenszeichen.
Lokale Konkurrenz drückt die Preise
Der operative Druck im Tagesgeschäft bleibt enorm. China steht für ein Viertel des Konzernumsatzes. Genau dort verliert der Augenheilkundespezialist an Boden. Lokale Anbieter drängen mit günstigen Intraokularlinsen auf den Markt. Sie setzen den deutschen Konzern bei der anstehenden landesweiten Beschaffungsausschreibung stark unter Druck.
Die finanziellen Folgen sind bereits sichtbar. Im ersten Quartal verbuchte das Unternehmen einen Verlust von knapp fünf Millionen Euro. Im Vorjahr stand noch ein solider Millionengewinn in den Büchern. Das Management reagiert nun mit einer harten Umstrukturierung.
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Finanzvorstand Justus Felix Wehmer plant eine tiefgreifende Neuausrichtung. Der Konzern will mehr Produktion direkt in die Volksrepublik verlegen. Nur so könne das Unternehmen weiter am chinesischen Markt partizipieren. Die Folge: Standorte in Deutschland stehen auf dem Prüfstand.
Der Mai bringt Gewissheit
Eine verlässliche Jahresprognose existiert aktuell nicht. Der Vorstand hat die ursprünglichen Ziele im Januar gestrichen. Die geopolitischen Risiken und der Preisverfall in Asien machten die Schätzungen unhaltbar.
Am 12. Mai legt Carl Zeiss Meditec den Halbjahresbericht vor. Dann muss das Management ein Update zu den Kostensenkungen liefern. Auch die neuen Margenziele stehen an diesem Tag auf der Agenda. Hält die aktuelle charttechnische Erholung, fordern Investoren an diesem Datum belastbare Zahlen.
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