Carnival Aktie: Droht eine Wende?
Mehrere Todesfälle auf Carnival-Schiffen innerhalb weniger Tage belasten die Aktie und werfen Sicherheitsfragen auf.

Kurz zusammengefasst
- Drei Todesfälle binnen kurzer Zeit
- FBI ermittelt auf der Carnival Firenze
- Aktie fällt unter 200-Tage-Linie
- Flottenausbau trotz Sicherheitsdebatte
Innerhalb weniger Tage hat Carnival drei Todesfälle auf seinen Schiffen zu verzeichnen — und FBI-Ermittler an Bord. Das ist kein Einzelereignis mehr.
Am frühen Morgen des 27. April stürzte eine nicht identifizierte Frau von ihrem Kabinenbalkon auf der Carnival Firenze und schlug auf einem tiefer gelegenen Deck auf. Das Schiff befand sich auf einer viertägigen Baja-Mexico-Reise nahe Catalina Island, als ihre Familie die Besatzung alarmierte. In Catalina Island kamen FBI-Beamte an Bord, sicherten Beweise und eröffneten ein laufendes Ermittlungsverfahren. Carnival erklärte, vollständig zu kooperieren, und verwies auf die laufende Untersuchung.
Kein Einzelfall
Der Vorfall auf der Firenze reiht sich in eine beunruhigende Serie ein. Bereits in der Vorwoche starben auf der Carnival Splendor während einer einzigen Reise zwei Passagiere: eine 67-jährige Frau beim Schnorcheln vor Moreton Island in Australien, wenige Stunden später ging ein weiterer Passagier nach dem Übersteigen des Sicherheitsgeländers über Bord. Ferner läuft ein Bundesverfahren im Fall der 18-jährigen Anna Kepner, die tot auf der Carnival Horizon aufgefunden wurde — ihr Stiefbruder plädierte vergangene Woche auf nicht schuldig.
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Kurs unter Druck
Die Häufung der Vorfälle trifft Carnival in einer chartrtechnisch belasteten Phase. Die Aktie notiert bei 22,30 Euro und liegt damit rund neun Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 16 Prozent verloren — vom 52-Wochen-Hoch bei 28,75 Euro ist es weit entfernt.
Flottenausbau als langfristiger Gegenimpuls
Abseits der aktuellen Schlagzeilen setzt Carnival auf Wachstum. Das fünfte Excel-Klasse-Schiff, die Carnival Tropicale, soll 2028 in Galveston stationiert werden — LNG-betrieben und konzeptionell an der Carnival Festivale orientiert, die im April 2027 ausgeliefert werden soll. Bis 2033 plant das Unternehmen fünf weitere Schiffe in Dienst zu stellen, darunter drei Einheiten einer noch in Entwicklung befindlichen neuen Klasse.
Ob die Wachstumsstory mittelfristig trägt, hängt auch davon ab, wie das Unternehmen auf die Sicherheitsdebatte reagiert, die durch die Häufung der Vorfälle nun öffentlich Fahrt aufnimmt. Die nächsten Quartalszahlen, die Einblick in Buchungstrends geben werden, sind für Juni erwartet.
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