CATL, der unangefochtene Gigant unter den Batterieherstellern, will nicht mehr nur auf der Straße dominieren. Um die Abhängigkeit vom volatilen Markt für Elektroautos zu reduzieren, nimmt das chinesische Unternehmen nun die Schifffahrt ins Visier. Diese strategische Neuausrichtung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt und könnte entscheidend sein, um langfristig neue Wachstumspotenziale zu erschließen.
Expansion jenseits der Straße
Der Weltmarktführer für Lithium-Ionen-Batterien nutzt seine technologische Dominanz, um aggressiv in den maritimen Sektor vorzudringen. Nachdem CATL bereits Projekte in der Binnenschifffahrt etabliert hat, zielt der Konzern laut Berichten von Nikkei Asia nun auf die Ausrüstung von Hochseeschiffen ab.
Dieser Schritt ist wohlüberlegt: Bereits seit August 2024 testet das Unternehmen das elektrische Frachtschiff „Jining 6006“, um die Technologie vor der Massenproduktion unter realen Bedingungen zu validieren. Ein weiterer strategischer Pfeiler ist die geplante Einführung von Natrium-Ionen-Batterien im großen Maßstab ab 2026, was auch als Reaktion auf schwankende Lithiumpreise zu verstehen ist.
Produktionsrückgang richtig eingeordnet
Trotz der Expansionspläne geriet die kurzfristige Produktionsplanung zuletzt in den Fokus. Institutionelle Schätzungen gehen davon aus, dass die geplante Produktion der Top-Batteriehersteller Chinas im Januar 2026 um 7 Prozent sinken könnte. Für CATL wird sogar ein Rückgang von 10 Prozent prognostiziert, was über den ursprünglichen Markterwartungen liegt.
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Die Analysten der Citi warnen jedoch davor, diese Zahlen als Nachfrageschwäche zu missdeuten. Vielmehr seien laufende Verhandlungen mit Zulieferern und wartungsbedingte Produktionsstopps bei Kathodenmaterial-Herstellern verantwortlich. Zudem beeinflussen steigende Preise für Lithiumcarbonat-Futures die wirtschaftliche Planung der Verarbeitung. Die Citi führt CATL weiterhin als „Top Pick“ im Sektor und sieht in den aktuellen Kursniveaus erhebliches Aufwärtspotenzial.
Rückenwind durch Energiespeicher
Neben der Schifffahrt sorgt der Boom bei stationären Energiespeichern für Fantasie. Die weltweite Aufrüstung von Rechenzentren und Reformen im chinesischen Stromsektor treiben die Nachfrage nach Speicherlösungen massiv an. Dieses Segment entwickelt sich zunehmend zu einer wichtigen Stütze für das Geschäft von CATL, während sich der Wettbewerb im Automobilsektor – insbesondere durch Investitionen koreanischer Konkurrenten wie LG Energy Solution in den USA – weiter verschärft.
Die Aktie notiert aktuell bei 377,50 CNY und verzeichnete auf 30-Tages-Sicht einen Rückgang von 3,82 Prozent. Die Diversifizierungsstrategie hin zu maritimen Anwendungen und stationären Speichern ist der klare Versuch des Managements, sich von reinen EV-Marktzyklen zu entkoppeln und die Marktführerschaft auf breitere Füße zu stellen.
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