CATL und BMW ziehen ihre Partnerschaft auf eine neue Ebene. Es geht nicht mehr nur um die Lieferung von Batterien, sondern um Regeln, Daten und Standards – konkret: Dekarbonisierung entlang der Lieferkette und den digitalen „Battery Passport“. Warum ist das so wichtig? Weil die EU ab 2027 genau diese Transparenz für Batterien verbindlich machen will.
BMW-Deal: Mehr als ein Liefervertrag
Am 25. Februar unterzeichneten CATL und die BMW Group in Peking ein Memorandum of Understanding. Im Kern: gemeinsame Pilotprojekte für vertrauenswürdigen Datenaustausch und weniger CO₂ über die gesamte Batterielieferkette hinweg.
Bemerkenswert ist auch der Rahmen. Die Unterzeichnung fiel in den Zeitraum eines China-Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz mit hochrangiger Wirtschaftsdelegation. Das verleiht dem Schritt zusätzliches Gewicht – und deutet darauf hin, dass hier nicht nur Einkaufsabteilungen miteinander sprechen.
Die Kooperation der beiden Unternehmen läuft bereits seit 2012. Jetzt wird sie breiter: Parallel arbeiten beide an Plänen zur Versorgung mit Rundzellen für BMWs kommende „Neue Klasse“-Modelle, deren Start für 2026 vorgesehen ist.
Battery Passport: Der Countdown bis 2027 läuft
Treiber der vertieften Zusammenarbeit ist eine konkrete Regulierung: Der digitale Batteriepass soll in der EU ab 2027 verpflichtend werden. Dafür müssen Lebenszyklusdaten von Batterien umfassend erfasst, verwaltet und grenzüberschreitend austauschbar gemacht werden.
Genau hier setzen die Pilotprojekte an. CATL und BMW wollen unter dem Batteriepass-Szenario den Datentransfer testen, Methoden zur CO₂-Bilanzierung schärfen und neue Tools zur Berechnung des Batterie-CO₂-Fußabdrucks erproben. Als technisches Fundament soll das Catena‑X-Datenökosystem der Autoindustrie dienen. Das Ziel: eine Infrastruktur, die rechtzeitig vor 2027 regulatorisch sauber funktioniert.
Rückenwind – und ein neuer Kostenfaktor
CATL geht dabei aus einer Position der Stärke in diese Phase. Laut SNE Research stieg die weltweit installierte EV-Batteriekapazität 2025 um 31,7% auf 1.187 GWh. CATL lag mit 464,7 GWh bei 39,2% Marktanteil – deutlich vor BYD (16,4%) und LG Energy Solution (9,2%). Auch die Finanzzahlen zeigten zuletzt Dynamik: Der Umsatz (Q1–Q3) wuchs 2025 um 9% auf 283 Mrd. RMB, der Nettogewinn stieg von Q3 2024 bis Q3 2025 von 13,14 auf 18,55 Mrd. RMB.
Gleichzeitig kommt ein Rohstoffrisiko hinzu: Zimbabwe verhängte am 25. Februar ein sofortiges Exportverbot für Roh-Lithium und Konzentrate. Analysten schätzen, dass dadurch 100.000 bis 180.000 Tonnen Lithium Carbonate Equivalent blockiert werden könnten – rund 7% des für 2026 erwarteten globalen Angebots. Für Zellhersteller wie CATL kann das schneller als gedacht über höhere Inputpreise auf die Margen durchschlagen.
An der Börse spiegelt sich die zuletzt wechselhafte Stimmung zumindest teilweise: Nach dem Rückgang der vergangenen Woche notiert die Aktie heute bei 344,07 CNY.
Zum nächsten Fixpunkt wird der 9. März: Dann kommt der Vorstand zusammen, um das Jahresergebnis 2025 zu billigen und über eine mögliche Schlussdividende zu beraten – im Anschluss sollen die testierten Jahreszahlen veröffentlicht werden.
CATL-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CATL-Analyse vom 3. März liefert die Antwort:
Die neusten CATL-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CATL-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
CATL: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
