CATL Aktie: NIO-Deal vertieft

CATL und NIO schließen strategisches Abkommen zur gemeinsamen Technologieentwicklung und zum Ausbau des Batterietausch-Netzwerks. Parallel sichert sich der Batteriehersteller weitere Großaufträge.

Kurz zusammengefasst:
  • Strategisches Fünfjahresabkommen mit NIO unterzeichnet
  • Ziel von über 2.500 Batterietauschstationen für 2026
  • Neue Großaufträge im Umfang von 270 GWh gesichert
  • Citi bestätigt CATL als Top-Pick im Batteriesektor

CATL und NIO ziehen ihre Batterie-Partnerschaft deutlich an: Ein neues Fünfjahresabkommen soll Technikentwicklung, Batterietausch-Infrastruktur und gemeinsame Marktpräsenz systematisch ausbauen. Parallel meldet CATL Fortschritte beim Ausbau des Swap-Netzwerks, mehrere Großaufträge und bleibt bei Analysten Favorit im Batteriesektor. Wie fügt sich der NIO-Deal in die Gesamtstrategie für 2026 ein?

Vertiefte Kooperation mit NIO

Das strategische Fünfjahresabkommen wurde in Hefei unter Anwesenheit von CATL-CEO Robin Zeng und NIO-CEO William Li unterzeichnet. CATL festigt damit seine Rolle als Hauptlieferant für NIO-Batterien.

CATL

CNE100003662
-
Heute: -
7 Tage: -

Die Zusammenarbeit umfasst drei Kernbereiche:

  • Technologieentwicklung:
    Beide Unternehmen wollen gemeinsam langlebige Batteriesysteme und deren Kompatibilität mit Batterietauschlösungen entwickeln. Mehrere technologische Ansätze sollen parallel verfolgt und erprobte Lösungen zügig in die Serienanwendung gebracht werden.

  • Ökosystem und Infrastruktur:
    Geplant sind eine engere Abstimmung bei technischen Standards für Batteriewechselstationen sowie eine gemeinsame Nutzung von Netzwerkkapazitäten. Gleichzeitig soll das Geschäftsmodell „Battery-as-a-Service“ (BaaS) ausgebaut und in Richtung eines offenen, geteilten Batterietausch-Ökosystems weiterentwickelt werden.

  • Markt und Marke:
    CATL und NIO wollen ihre Marken im In- und Ausland verstärkt gemeinsam positionieren, um die internationale Sichtbarkeit zu erhöhen.

Das Abkommen folgt auf Berichte vom Dezember, wonach NIO seine Abhängigkeit von CATL erhöht hat. Demnach hat NIO die Batteriekooperation mit BYDs Einheit FinDreams Battery für das SUV-Modell Onvo L60 ausgesetzt und Teile der 100-kWh-Batterielieferungen von CALB zurück an CATL verlagert.

Ausbau des Batterietausch-Netzwerks

Zum Jahresende 2025 meldete CATL in China 1.325 in Betrieb befindliche Batterietauschstationen. Davon entfallen 1.020 Stationen auf Pkw und 305 auf Lkw, betrieben über die Tochter Qiji Energy.

Das Ziel von 1.000 Pkw-Stationen bis Dezember 2025 wurde erreicht, ausgehend von 700 Stationen im Oktober. Der Ausbau soll 2026 deutlich beschleunigt werden:

  • Ziel für 2026: mehr als 2.500 Stationen
  • Abdeckung: über 120 Städte in China
  • Langfristige Planung: rund 30.000 Standorte, inklusive Expansion nach Europa

Damit stellt CATL das Swap-Netzwerk klar als strategische Säule neben dem klassischen Batterieverkauf auf.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei CATL?

Neue Großaufträge und Rahmenverträge

In den vergangenen Wochen hat CATL mehrere umfangreiche Liefer- und Kooperationsvereinbarungen im Bereich Energiespeicher und Traktionsbatterien gemeldet:

  • Sieyuan Electric:
    Memorandum über eine dreijährige Zusammenarbeit im Energiespeicherbereich mit einem Volumen von 50 GWh, unterzeichnet am 25. Dezember.

  • CRRC:
    Direktauftrag über 20 GWh für LFP-Zellen mit 314 Ah und 587 Ah Kapazität.

  • HyperStrong:
    Lieferzusage von 200 GWh für den Zeitraum 2026–2028 im Rahmen einer zehnjährigen Vereinbarung.

Diese Deals untermauern den gesicherten Auftragsbestand über mehrere Jahre und verteilen die Nachfrage auf unterschiedliche Anwendungen von Netzspeichern bis zum Transportsektor.

Analysteneinschätzung von Citi

Citi bestätigt CATL in einem Bericht vom 30. Dezember als Top-Pick im globalen Batterie-Sektor. Die Kursziele liegen bei:

  • 621 HKD für die in Hongkong gelisteten H-Aktien
  • 571 RMB für die in China gelisteten A-Aktien

Die Analysten verweisen auf geplante Produktionsrückgänge von rund 10 % im Monatsvergleich im Januar, sehen darin aber vor allem den Effekt laufender Verhandlungen mit Zulieferern, nicht ein Nachlassen der Endnachfrage.

Ein Teil der Anpassungen wird auf Kathodenmaterial-Hersteller zurückgeführt, die Wartungsstillstände angekündigt haben. Hintergrund sind steigende Futures-Preise für Lithiumcarbonat bei gleichzeitig geringen Verarbeitungsspannen.

Ausblick auf 2026

CATL startet in das Jahr 2026 mit einer Reihe langfristiger Partnerschaften mit Autobauern, darunter GAC, Great Wall Motor, JAC Group, BAIC Foton, VOYAH und nun das vertiefte Abkommen mit NIO. Auf der Lieferantentagung am 28. Dezember bestätigte das Unternehmen, dass Natrium-Ionen-Batterien 2026 in großem Umfang in Pkw, Nutzfahrzeugen, Batterietauschsystemen und stationären Energiespeichern eingesetzt werden sollen.

Beim internationalen Ausbau bleibt Europa ein Schwerpunkt: Die erste Bauphase des Werks in Ungarn soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Das Werk ist darauf ausgelegt, zusammen mit den bestehenden deutschen Kapazitäten vor allem Kunden in Mittel- und Osteuropa zu beliefern und damit das Wachstum außerhalb Chinas abzusichern.

CATL-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CATL-Analyse vom 8. Januar liefert die Antwort:

Die neusten CATL-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CATL-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

CATL: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Weitere Artikel zu CATL

Neueste News

Alle News

CATL Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten