Der weltgrößte Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology (CATL) steht vor einer entscheidenden Woche. Während ein spektakuläres Urteil des US Supreme Court am 20. Februar die globale Handelslandschaft neu ordnet, rückt zeitgleich die Veröffentlichung der Jahreszahlen 2025 näher. Für das Unternehmen mit rund 38 Prozent globalem Marktanteil bei E-Auto-Batterien bedeutet das: Chancen und Risiken zugleich.
Supreme Court kippt Trump-Zölle
Der US Supreme Court erklärte am 20. Februar mit 6:3 Stimmen Trumps umfassende Zölle unter dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) für rechtswidrig. Oberster Richter John Roberts stellte klar: Das IEEPA „autorisiert den Präsidenten nicht, Zölle zu verhängen“ – das Gesetz enthalte „keinen Verweis auf Zölle oder Abgaben“.
Die Entscheidung eliminiert etwa 70 Prozent von Trumps Zollregime. Die effektive US-Zollrate fällt laut Yale Budget Lab von 16,9 auf 9,1 Prozent. Für CATL, das Batterien an Tesla, BMW und Mercedes-Benz liefert, könnte das Kostenentlastungen bei internationalen Kunden bedeuten. Ab Dienstag, 24. Februar, 0:01 Uhr, werden die IEEPA-Zölle nicht mehr erhoben, bestätigte die US-Zollbehörde.
Batterie-Zölle bleiben bestehen
Doch die Erleichterung hat Grenzen. Das US-Handelsministerium verhängte am 17. Februar kombinierte Anti-Dumping- und Ausgleichszölle von rund 160 Prozent auf chinesische Anodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien. Zusammen mit bestehenden Section-301- und Section-232-Zöllen ergibt sich eine Gesamtbelastung von etwa 220 Prozent. Diese Maßnahmen bleiben vom Supreme-Court-Urteil unberührt.
Trump reagierte umgehend mit neuen globalen Zöllen unter Section 122 des Trade Act von 1974 – zunächst 10 Prozent am 20. Februar, dann 15 Prozent am 21. Februar. Die neuen Abgaben treten am 24. Februar in Kraft und können bis zu 150 Tage ohne Kongresszustimmung bestehen bleiben.
Jahreszahlen stehen bevor
CATL dürfte seine Jahreszahlen 2025 um den 25. Februar vorlegen. Die Ergebnisse werden zeigen, ob das Unternehmen seine Marktführerschaft gegen BYD, CALB Group und Gotion High-Tech behaupten konnte.
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Im dritten Quartal 2025 erzielte CATL einen Umsatz von 104,19 Milliarden RMB. Der Nettogewinn stieg um 41,2 Prozent auf 18,55 Milliarden RMB. Bereinigt um außerordentliche Posten erreichte der Gewinn 16,42 Milliarden RMB.
Technologie-Offensive läuft
Anfang Februar stellten CATL und Changan Automobile das nach eigenen Angaben weltweit erste Serienfahrzeug mit Natrium-Ionen-Batterien vor. Die Markteinführung ist für Mitte 2026 geplant. CATL wird seine Naxtra-Natrium-Ionen-Batterien über das gesamte Changan-Portfolio liefern.
Parallel präsentierte das Unternehmen Leistungsdaten seiner 5C-Lithium-Ionen-Batterie, die sich in etwa zwölf Minuten vollständig laden lassen soll. Im Juni 2025 hatte CATL bereits sein einmillionstes Batteriepaket für Li Auto produziert – ein Meilenstein einer Partnerschaft, die sich über die gesamte Fahrzeugpalette von Li Auto erstreckt.
Die europäische Expansion schreitet voran. Das deutsche Werk beliefert BMW und Mercedes-Benz, die erste Phase des Ungarn-Standorts ist abgeschlossen. Projekte in Spanien und Indonesien laufen. Ende Januar unterzeichnete die Schroders-Einheit Greencoat mit CATL und Lochpine Capital eine Absichtserklärung zur Entwicklung von Batteriespeichersystemen in Europa.
Kreuzfeuer der Faktoren
Die kommenden Tage bündeln mehrere Entwicklungslinien. Das Supreme-Court-Urteil beseitigt zwar Handelsbarrieren, doch Trumps neue 15-Prozent-Zölle ab 24. Februar schaffen neue Unsicherheit. Die anstehenden Jahreszahlen werden offenlegen, ob technologische Investitionen und globale Expansion in nachhaltige Finanzergebnisse münden. Der Wettbewerb verschärft sich im Heimatmarkt, geopolitische Spannungen bleiben bestehen. Am 25. Februar wird deutlicher, wie robust CATLs Position tatsächlich ist.
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