Ceres Power Aktie: Bruttomarge bei 70 Prozent

Ceres Power positioniert sich mit Brennstoffzellen für den wachsenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren und verbessert trotz Umsatzrückgang seine Finanzlage.

Dieter Jaworski ·
Ceres Power Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Brennstoffzellen für KI-Rechenzentren
  • Partnerschaften mit Centrica und Delta
  • Lizenzfertigung in Asien angelaufen
  • Cash-Abfluss deutlich reduziert

Ceres Power rückt mit seiner Brennstoffzellen-Technologie näher an einen Markt, der gerade stark wächst: Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Der Bedarf an verlässlicher Energie steigt schnell, während viele Stromnetze an ihre Grenzen kommen.

Genau dort setzt das britische Unternehmen an. Seine Festoxid-Brennstoffzellen und Wasserstofflösungen gelten als mögliche Antwort für Standorte, die nicht auf stabile Netzanbindungen warten wollen. Das Interesse kommt also nicht zufällig.

Rechenzentren brauchen mehr Strom

Der KI-Boom treibt den Stromverbrauch von Rechenzentren deutlich nach oben. 2025 legte die Nachfrage um 17 Prozent zu. Für ein durchschnittliches neues Rechenzentrum erwarten Marktbeobachter bis 2030 fast 110 Megawatt Leistung, nach knapp 47 Megawatt im Jahr 2025.

Das verändert die Anforderungen spürbar. Klassische Kraftwerksprojekte brauchen lange Vorläufe, Netzausbau dauert oft noch länger. Betreiber suchen deshalb nach Lösungen, die vor Ort laufen und schneller verfügbar sind.

Ceres beschreibt seine Systeme als kleine Kraftwerke. Der Vorteil liegt in der hohen Effizienz, den niedrigen Emissionen und der Brennstoffflexibilität. Das Lizenzmodell erlaubt es zudem, die Technologie über Partner breiter auszurollen.

Partner treiben den Ausbau

Bei der Umsetzung setzt Ceres auf mehrere industrielle Partner. Gemeinsam mit Centrica, dem Eigentümer von British Gas, und Delta Electronics will das Unternehmen kostengünstige Stromversorgung direkt am Standort anbieten.

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Für Kunden kann das zwei Probleme auf einmal entschärfen. Sie hängen weniger an schwankenden Großhandelspreisen und geraten zugleich weniger unter Druck durch knappe Netzkapazitäten.

In China und Südkorea hat Ceres ebenfalls Lizenzvereinbarungen aufgebaut. In Taiwan fließen Investitionen in die Großserienfertigung für Rechenzentrumsstrom, Mikronetze und weitere Energieanwendungen. Doosan hat in Südkorea bereits mit der Fabrikproduktion von Brennstoffzellen und Stacks begonnen. Für Ceres kamen dadurch erstmals Lizenzgebühren herein.

Zahlen bleiben gemischt

Finanziell bleibt das Unternehmen verlustreich, hat aber seine Lage verbessert. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 standen 83,3 Millionen Pfund an Barmitteln und kurzfristigen Anlagen in der Bilanz. Der Umsatz sank auf 32,6 Millionen Pfund, nach 51,9 Millionen Pfund im Vorjahr.

Die Bruttomarge lag trotzdem bei 70 Prozent. Das zeigt, dass das Geschäftsmodell im Kern skalierbar bleibt, wenn die Partnerproduktion anzieht. Der Cash-Abfluss sank im selben Zeitraum auf 19,2 Millionen Pfund, nach 37,5 Millionen Pfund im Jahr 2024.

Der Markt traut der Story inzwischen mehr zu. Analysten haben ihre Umsatzschätzungen im vergangenen Jahr nach oben genommen. Auch die Gewinnerwartungen je Aktie sollen in den nächsten Jahren deutlich steigen. Für den gesamten adressierbaren Markt in Energie, Rechenzentren und Industrie nennt Ceres bis 2030 ein Volumen von 22 Gigawatt.

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Ceres Power Aktie

10,15 EUR

+ 1,05 EUR +11,54 %
KGV 0,00
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 1,57 Mrd. EUR
ISIN: GB00BG5KQW09 WKN: A2NB49

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