Ceres Power Aktie: Jefferies gegen Peel Hunt bei 920 vs. 200 Pence
Die Aktie von Ceres Power verzeichnet ein massives Kursplus, doch Analysten sind tief gespalten. Jefferies bleibt optimistisch, Peel Hunt rät zum Verkauf.

Kurz zusammengefasst
- Aktie mit über 1.000 Prozent Plus
- Jefferies hebt Kursziel deutlich an
- Peel Hunt stuft auf Verkaufen herab
- Produktionsausbau bei Partnern läuft
Die Aktie von Ceres Power hat sich vom Rest des Marktes abgekoppelt. Mehr als 1.085 Prozent Plus in zwölf Monaten. Der Kurs von 807,50 Pence liegt inzwischen 167 Prozent über der 200-Tage-Linie. Eine Rallye, die die Analystengemeinschaft tief spaltet.
Jefferies hält dagegen, Peel Hunt warnt
Jefferies hob das Kursziel Anfang Mai von 480 auf 920 Pence und bleibt bei „Kaufen“. Die Begründung: Der Kapitalmarkttag im April habe Vertrauen geschaffen. Seitdem stieg die Aktie um 120 Prozent. Allerdings räumt Jefferies ein, dass die Bewertung mit dem 20-Fachen des Umsatzes auf dem Niveau des Wasserstoff-Hype-Zyklus von 2021 liegt.
Peel Hunt sieht das anders. Die Bank stufte die Aktie im April auf „Verkaufen“ herab. Ihr DCF-Kursziel liegt bei 200 Pence – weit unter dem aktuellen Kurs. Die derzeitige Bewertung von 14,3 mal dem geschätzten Umsatz für 2026 sei nicht gerechtfertigt.
Das Rennen um die Produktion
Der Optimismus stützt sich auf den Produktionsausbau. Delta Electronics baut eine Fabrik mit 200 Megawatt Kapazität, Fertigstellung noch dieses Jahr. Weichai errichtet eine Anlage mit einem Gigawatt – die weltweit größte ihrer Art.
Parallel dazu stieg die Aktie von Doosan Fuel Cell, dem südkoreanischen Lizenzpartner, um bis zu 25 Prozent. Doosan ist bislang der einzige Massenproduktionspartner. Eine riskante Abhängigkeit.
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Die Bären haben Einwände
Ein Shortseller-Bericht aus dem März legte offen: Doosan hat keine bestätigten externen Kunden für Ceres-SOFC-Systeme. Die Auslieferungen beschränken sich auf ein verbundenes Projekt. Peel Hunt senkte daraufhin die Umsatzerwartungen für 2026.
Das Unternehmen selbst erwartet für 2026 rund 45 Millionen Pfund an Auftragserlösen. Jefferies räumt ein asymmetrisches Risiko ein: Im Abwärtsszenario droht ein Kursverlust von 46 Prozent, im Aufwärtsszenario ein Plus von 48 Prozent.
Ausblick: Das Sommer-Update wird entscheidend
Das durchschnittliche Analystenziel liegt bei 620,56 Pence – 23 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Die Aktie ist selbst den optimistischsten Prognosen davongelaufen. Royalties sollen ab 2027 nennenswert fließen. Das Zwischenupdate im Sommer wird zeigen, ob die Aufträge für 2026 planmäßig eingehen.
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