Chevron: $1.41 EPS übertrifft $0.95-Schätzung
Chevron übertrifft Analystenerwartungen dank Ölförderung, während das Raffineriegeschäft tiefrote Zahlen schreibt.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn je Aktie über Prognose
- Förderung steigt um 15 Prozent
- Raffinerie-Sparte mit Verlust
- Milliarden für Dividenden und Rückkäufe
Steigende Ölpreise beflügeln die Förderung, während das Raffineriegeschäft tief in die roten Zahlen rutscht. Bei Chevron klaffen die Ergebnisse der einzelnen Sparten im ersten Quartal 2026 weit auseinander. Dennoch manövriert der US-Energiekonzern besser durch das volatile Marktumfeld als von der Wall Street erwartet.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 1,41 US-Dollar. Damit übertraf Chevron die Analystenprognose von 0,95 US-Dollar deutlich. Treiber dieser Entwicklung war das Upstream-Segment. Die Sparte profitierte von höheren Rohölpreisen und steigerte den Gewinn auf 3,9 Milliarden US-Dollar.
Parallel dazu kletterte die Gesamtproduktion um 15 Prozent. Der Konzern förderte täglich 3,86 Millionen Barrel Öläquivalent. Das starke Fördergeschäft federte die massiven Einbußen im Downstream-Bereich ab. Hier verbuchte Chevron einen Verlust von 817 Millionen US-Dollar, der primär auf Absicherungsgeschäfte und Derivate zurückgeht.
Unter dem Strich hinterlassen die Schwankungen im Raffinerie- und Vertriebsgeschäft deutliche Spuren. Der Nettogewinn schrumpfte im Jahresvergleich spürbar. Anstatt der 3,5 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahresquartal blieben diesmal 2,2 Milliarden US-Dollar in der Kasse.
Milliarden für Aktionäre
Trotz des Gewinnrückgangs hält das Management an seiner großzügigen Ausschüttungspolitik fest. Im abgelaufenen Quartal flossen 3,5 Milliarden US-Dollar als Dividende an die Anteilseigner. Hinzu kamen Aktienrückkäufe im Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar. Für Mai hat das Unternehmen eine Quartalsdividende von 1,78 US-Dollar je Aktie deklariert.
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Analysten bewerten die Aktie im Konsens weiterhin als moderaten Kauf. Das durchschnittliche Kursziel taxieren die Experten auf rund 198 US-Dollar. Institutionelle Investoren positionieren sich derweil uneinheitlich. Während einige Fonds ihre Bestände beim Energiegiganten reduzieren, stocken andere gezielt auf.
Geopolitik diktiert den Takt
Das übergeordnete Marktumfeld bleibt von geopolitischen Spannungen geprägt. Insbesondere der Konflikt rund um den Iran sorgt für eine hohe Sensibilität bei den globalen Energiepreisen. Chevron-CEO Mike Wirth verweist auf die inhärente Volatilität dieser regionalen Krisen, die langfristige Prognosen für die Energiemärkte massiv erschweren.
Die nächsten konkreten Einblicke in die operative Entwicklung liefert der Konzern im Sommer. Im Juli 2026 legt Chevron die Zahlen für das zweite Quartal vor.
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