Chevron weitet seine Explorationstätigkeit in der östlichen Mittelmeerregion deutlich aus. Der US-Energiekonzern hat neue Lizenzen vor der griechischen Küste gesichert und betritt erstmals den libyschen Markt. Die Projekte sind langfristig angelegt – und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.
Vier neue Blöcke vor Griechenland
Chevron hat Lizenzvereinbarungen mit der Hellenischen Republik über vier Offshore-Blöcke in griechischen Gewässern unterzeichnet. Die Explorationsgebiete südlich von Kreta und der Peloponnes erstrecken sich über rund 47.000 Quadratkilometer in ultratiefem Wasser. Chevron hält dabei einen Betriebsanteil von 70 Prozent und arbeitet mit dem griechischen Partner HELLENiQ ENERGY zusammen.
Die Partnerschaft verschafft Chevron lokale Expertise und Zugang zu wichtigen Stakeholdern – ein Vorteil bei der Navigation durch das griechische Regulierungsumfeld. Allerdings muss das griechische Parlament die Verträge noch ratifizieren. Zudem stehen umfangreiche seismische Untersuchungen an, bevor sich das tatsächliche Ressourcenpotenzial beurteilen lässt.
Ultratiefwasser-Exploration bedeutet komplexe Geologie, hohes technisches Risiko und entsprechend hohe Kapitalintensität. Ob und wann sich daraus Produktion entwickelt, ist völlig offen.
Libyen als neues Terrain
Parallel dazu wurde Chevron als Bieter für den Onshore-Block S4 in Libyen ausgewählt. Damit betritt der Konzern erstmals den nordafrikanischen Markt und reiht sich neben ExxonMobil und TotalEnergies ein, die ebenfalls Explorationschancen in der Region verfolgen.
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Details zu den Vertragsbedingungen oder Produktionsbeteiligungen wurden nicht bekannt gegeben. Klar ist: Libyen bringt neben geologischen auch politische und regulatorische Unsicherheiten mit sich. Das Betriebsumfeld gilt als anspruchsvoll.
Langfristige Optionen statt schneller Erträge
Beide Initiativen befinden sich in einem sehr frühen Stadium. Sie erweitern Chevrons strategisches Portfolio, wirken sich aber nicht auf die kurzfristige Produktion oder die Cashflows aus. Die Projekte ergänzen bestehende Positionen in Venezuela, Guyana und dem Permian Basin – erhöhen jedoch auch die Kapitalanforderungen und das Ausführungsrisiko.
Entscheidend wird sein, wie Chevron diese Projekte in seine Kapitalallokation einordnet und welche Priorität sie gegenüber etablierten Geschäftsbereichen erhalten. Die kommenden Monate bringen wichtige Meilensteine: die Ratifizierung der griechischen Verträge, erste seismische Ergebnisse und Fortschritte bei der libyschen Produktionsbeteiligung.
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