Chevron Aktie: Wirth hält Permian-Förderziel bis 2040
Chevron hält im Permian Basin bis 2040 mehr als eine Million Barrel Öläquivalent täglich für erreichbar; HSBC hebt das Kursziel an.
Kurz zusammengefasst
- Förderziel im Permian bis 2040
- Mehr als eine Million Barrel täglich
- HSBC erhöht Kursziel auf 250 Dollar
- Chevron-Aktie seit Jahresbeginn 39 Prozent im Plus
Hoffnungen auf eine diplomatische Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran haben die Rohölmärkte zum Ausklang der Handelswoche spürbar belastet. Berichten von Reuters zufolge schloss die Nordseesorte Brent bei 104,32 $ pro Barrel, während das US-Rohöl WTI auf 92,41 $ nachgab.
Auslöser für den Preisdruck waren Signale über mögliche Verhandlungen über eine Waffenruhe sowie eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus.
Die Aktie von Chevron konnte sich diesem Marktumfeld nicht entziehen. Am Freitag gab das Papier um 0,7 % nach und schloss im europäischen Handel bei 179,46 €. Trotz des jüngsten Rücksetzers verzeichnet der US-Energieriese seit Jahresbeginn noch immer ein Plus von 39 %.
Langfristiges Förderziel im Permian Basin
Ungeachtet der kurzfristigen Schwankungen an den Terminmärkten setzt das Management auf planbare Förderkapazitäten im US-Heimatmarkt. Am Dienstag betonte Chevron-CEO Mike Wirth, dass der Konzern seine Produktion im Permian Basin bis zum Jahr 2040 bei über 1 Million Barrel Öläquivalent pro Tag halten könne. Dieses Ziel sei ausdrücklich ohne die Annahme weiterer Verbesserungen bei Kosten, Fördertechnologien oder Ausschöpfungsraten erreichbar.
Die Festlegung unterstreicht das Gewicht des Schieferölbeckens in Texas und New Mexico für das Gesamtergebnis. Gleichzeitig mahnt die Konzernführung zur Differenzierung bei globalen Projekten: Am Donnerstag hob Mike Wirth hervor, dass die Nachfrageentwicklung bei Flüssiggas (LNG) mit größeren Unsicherheiten behaftet sei als die Nachfrage nach klassischem Rohöl.
HSBC hebt Kursziel an
Rückenwind erhielt der Titel am Freitag von Analystenseite. Die britische Bank HSBC passte ihre Bewertungsmodelle für den Ölkonzern an. Analystin Kim Fustier stufte das Kursziel für die Aktie von 218 $ auf 250 $ herauf und bestätigte die Einstufung mit „Buy“.
Begründet wurde der Schritt mit angehobenen Gewinn- und Cashflow-Erwartungen, die sich vor allem für das Geschäftsjahr 2027 positiv auswirken dürften. Niedrigere Preisannahmen für Erdgas am US-Handelspunkt Henry Hub dämpften diese Anpassungen zwar teilweise, änderten jedoch nichts an der insgesamt positiveren Prognose für die mittelfristige Ertragskraft.
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