China Tungsten: 200 Prozent seit Mai 2025
Wolframpreise steigen rasant, Exportbeschränkungen aus Peking treiben die Aktie von China Tungsten auf ein neues Jahreshoch.

Kurz zusammengefasst
- Wolframpreise um über 200 Prozent gestiegen
- Schrottmarkt verzeichnet 350 Prozent Plus
- Peking beschränkt Exporte drastisch
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
Wolfram ist hart, hitzebeständig und derzeit so teuer wie lange nicht mehr. Seit Mai 2025 sind die Preise für das Industriemetall um über 200 Prozent explodiert. China Tungsten and HighTech Materials steht im Zentrum dieser globalen Jagd nach Rohstoffen.
Kampf um den Schrott
Die Preise für Wolframschrott sind seit dem vergangenen Jahr um 350 Prozent gestiegen. Chinesische Einkäufer suchen verstärkt auf dem US-Markt nach Material. Sie bieten dort Summen, die das übliche Niveau um ein Vielfaches übersteigen.
Hinter dem aggressiven Vorgehen steckt eine knappe Versorgung außerhalb Chinas. Die Nachfrage aus der Halbleiterbranche und der Rüstungsindustrie bleibt derweil hoch. Ohne Wolfram stehen die Produktion von Spezialwerkzeugen und modernen Waffensystemen still.
Pekings Exportbremse wirkt
China dominiert die Lieferkette fast vollständig. Rund 80 Prozent der weltweiten Wolfram-Produktion entfielen zuletzt auf die Volksrepublik. Peking nutzt diese Machtstellung nun gezielt durch strenge Exportbeschränkungen.
Für die Jahre 2026 und 2027 dürfen nur noch 15 ausgewählte Firmen das Metall exportieren. Hinzu kommen gekürzte Bergbauquoten für das laufende Jahr. Diese staatliche Verknappung verschärft den weltweiten Versorgungsengpass massiv.
Die Aktie von China Tungsten erreichte am Mittwoch bei 72,57 CNY ein neues 52-Wochen-Hoch. Innerhalb einer Woche kletterte der Kurs um knapp zwölf Prozent. Das Papier notiert aktuell rund 30 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Die Kombination aus staatlichen Exportlimits und dem Hunger der Rüstungsindustrie stabilisiert das Preisniveau. Marktteilnehmer blicken nun auf die Umsetzung der Bergbauquoten für das kommende Halbjahr.
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