Die Circus SE-Aktie notiert nahe dem Jahrestief – doch das Management kauft zu. Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins erwarb Ende Februar eigene Aktien zu 7,26 Euro, nachdem der Titel bei 7,00 Euro sein 52-Wochen-Tief markiert hatte. Parallel veröffentlichte das Münchner KI-Robotik-Unternehmen Geschäftszahlen, die eine harte Realität offenlegen: 0,25 Millionen Euro Umsatz stehen 14,94 Millionen Euro Betriebsverlust gegenüber. Für 2026 verspricht Circus nun einen Umsatzsprung auf 44 bis 55 Millionen Euro.
Führungsetage greift zu eigenen Aktien
Das Kaufsignal kommt von ganz oben. Dr. Jan-Christian Heins investierte über 10.000 Euro in Circus-Aktien, während der Kurs bei rund einem Drittel des Vorjahreshochs stand. Bereits im Januar und Februar hatte auch die Beteiligungsgesellschaft von CEO Nikolas Bullwinkel mehrfach zugekauft. Solche Directors‘ Dealings sind meldepflichtig – und senden in der Regel ein Signal, dass die Führungsebene an die eigene Sache glaubt.
Die Zahlen: Entwicklungsphase kostet
Die Geschäftszahlen für 2025 dokumentieren eine klassische Pre-Revenue-Phase. Bei minimalen Erlösen summierte sich der operative Verlust auf knapp 15 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liegt bei 12,28 Prozent, 84 Mitarbeiter arbeiten für das Unternehmen. Circus befand sich 2025 noch in der Entwicklung – die Kommerzialisierung soll 2026 folgen.
Die Prognose ist ambitioniert: Bis zu 55 Millionen Euro Umsatz bei einem erwarteten EBITDA-Verlust von 6 bis 8 Millionen Euro. Über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Volumen von mehr als 1,6 Milliarden Euro nennt das Unternehmen als Rückenwind. Ob daraus verbindliche Aufträge werden, entscheidet sich in den laufenden Pilotprojekten.
Bundeswehr, REWE, Mercedes-Benz im Testbetrieb
Seit Januar läuft ein Vertrag mit der Bundeswehr zur autonomen Lebensmittelversorgung in ausgewählten Kasernen. Der Kochroboter CA-1 ist dort unter dem Label „Circus Defence“ im Einsatz. Ein Rahmenabkommen mit der ukrainischen Verteidigungsplattform BRAVE1 soll mittelfristig weitere autonome Systeme erschließen.
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Bei REWE West ist der erste vollständig autonome Kochroboter direkt im Supermarkt in Düsseldorf-Heerdt in Betrieb gegangen. Auf sieben Quadratmetern verwaltet das System bis zu 36 gekühlte Zutaten und bereitet über 500 Gerichte pro Ladung zu – von der Dosierung bis zur Verpackung ohne menschliches Eingreifen. Die achtmonatige Pilotphase läuft in mehreren Düsseldorfer Filialen, erst nach Auswertung der Kundenbefragungen fällt die Entscheidung über eine breitere Integration.
Ab Sommer 2026 soll der CA-1 in der Mercedes-Benz-Werkskantine in Sindelfingen starten – der erste Kunde aus der Automobilindustrie. Parallel läuft die Fertigung der vierten Geräte-Generation mit dem globalen Produktionspartner Celestica, der über 40 Standorte in 16 Ländern verfügt und bis zu 6.000 Einheiten pro Jahr fertigen kann.
Die Pilotprojekte entscheiden
Die Insiderkäufe treffen auf einen Kurs nahe dem Jahrestief und ein Unternehmen, das 2026 operativ liefern muss. Zwischen der Umsatzrealität 2025 und der Prognose für 2026 klafft eine erhebliche Lücke. Die laufenden Projekte bei Bundeswehr, REWE und Mercedes-Benz sind die entscheidenden Prüfsteine – ihre Ergebnisse dürften den Rahmen für Skalierung und eine mögliche Finanzierung setzen. Circus prüft zusätzliches Wachstumskapital, ohne bislang Umfang oder Zeitpunkt festzulegen.
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