Circus: Alberts-Closing bis Ende Q2 2026

Circus SE steht vor entscheidenden Wochen: Die Alberts-Übernahme soll bis Juni abgeschlossen sein, während die Produktion massiv hochgefahren werden muss.

Eduard Altmann ·
Circus Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Alberts-Übernahme bis Ende Juni geplant
  • Produktionssteigerung auf 64 Einheiten pro Monat
  • Umsatzprognose von 44 bis 55 Millionen Euro
  • Entscheidende Pilotprojekte mit REWE und Bundeswehr

550 Maschinen im Auftragsbuch, aber maximal acht Auslieferungen pro Monat — bei Circus SE klafft zwischen Wachstumsversprechen und operativer Realität noch eine erhebliche Lücke. In den kommenden Wochen verdichten sich die Momente, an denen das Unternehmen liefern muss.

Alberts-Übernahme soll bis Ende Juni stehen

Die angekündigte Übernahme des belgischen Food-Robotik-Anbieters Alberts soll bis Ende des zweiten Quartals vollzogen werden. Circus hat eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet; die Zahlung erfolgt in eigenen Aktien mit 30-monatigem Lock-up, das Alberts-Management bleibt an Bord. Den genauen Kaufpreis will das Unternehmen erst zum Abschluss der Transaktion bekanntgeben.

Alberts entwickelt seit 2015 patentierte robotische Produktionssysteme und betreibt Installationen in sechs Ländern — Kunden sind unter anderem Danone, Decathlon und Sodexo. Für Circus ist das strategisch interessant: Die Alberts-Systeme kommen mit rund einem Quadratmeter Grundfläche aus und erschließen damit Einsatzorte, an denen die bestehenden Circus-Maschinen schlicht zu groß sind.

Produktionshochlauf als Kernproblem

Das eigentliche Nadelöhr liegt woanders. Dem Auftragsbestand von mehr als 550 Maschinen stehen derzeit bis zu acht monatliche Auslieferungen gegenüber. Das Management plant, diesen Rhythmus bis Jahresende auf 64 Einheiten pro Monat zu steigern — 16 im Sommer, 32 im Herbst. In Zusammenarbeit mit Celestica wurde die Produktionszeit des CA-1 bereits von acht auf rund vier Wochen halbiert, der Standort im ersten Quartal um 60 Prozent ausgebaut.

Das Ziel: 1.000 Einheiten jährlich, ohne nennenswerte Zusatzinvestitionen in die Infrastruktur. Ob das gelingt, wird der Quarterly Update Call am 16. Juli zeigen.

Umsatzprognose braucht echte Verträge

Die Fallhöhe ist beträchtlich. Circus erzielte 2025 lediglich 250.000 Euro Umsatz bei einem operativen Verlust von knapp 15 Millionen Euro. Für 2026 stellt das Management nun 44 bis 55 Millionen Euro in Aussicht — eine Prognose, die auf belastbaren Vertragsabschlüssen beruhen muss, nicht auf laufenden Pilotphasen.

REWE testet das System in Düsseldorf, trifft seine Rollout-Entscheidung aber frühestens nach acht Monaten Testphase — also im Sommer oder Herbst. Mercedes-Benz Gastronomie plant den Einsatz in Sindelfingen für Sommer 2026. Beide Piloten enden spätestens im Herbst, bis dahin bleibt die Prognose unbesichert.

Im Mai präsentiert sich das Management erstmals auf dem Cantor European Summit. Investoren dürften dort konkrete Antworten zur Alberts-Integration und zum Stand der NATO-Logistikprojekte einfordern.

Die Aktie notiert bei 8,27 Euro — rund 37 Prozent über dem 30-Tage-Tief, aber noch immer mehr als 31 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Der RSI liegt bei 12, was auf eine technisch stark überverkaufte Lage hindeutet. Ob die operative Dynamik des ersten Quartals in handfeste Abschlüsse mündet, entscheidet sich spätestens mit den REWE- und Bundeswehr-Piloten im Herbst.

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Circus Aktie

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Sektor Technologie
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ISIN: DE000A2YN355 WKN: A2YN35

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