Circus: Produktion von 8 auf 64 Einheiten
Circus SE startet Serienfertigung des KI-Roboters CA-1 und meldet Rekordquartal mit 500 Festbestellungen, während die Aktie weiter unter Druck bleibt.

Kurz zusammengefasst
- Serienproduktion des Roboters CA-1 angelaufen
- 500 Festbestellungen von rund 40 Kunden
- Militärgeschäft als wichtiger Wachstumstreiber
- Umsatzsprung auf bis zu 55 Millionen Euro geplant
Starke operative Fortschritte, schwache Kurse. Bei Circus SE klaffen Unternehmensziele und Börsenstimmung spürbar auseinander. Das Robotik-Unternehmen meldet für das erste Quartal 2026 das stärkste Geschäft der Firmengeschichte. Die Aktie rutschte am Mittwoch dennoch um knapp zwei Prozent auf 8,29 Euro ab.
Serienfertigung läuft an
Circus verlässt die reine Forschungsphase. Der Hersteller liefert nun die vierte Generation seines KI-Roboters CA-1 in Serie aus. Die Systeme laufen in der Praxis stabiler. Im April stieg die Verfügbarkeit an Kundenstandorten auf über 90 Prozent.
Parallel dazu sinkt der Wartungsaufwand. Techniker müssen pro Roboter nur noch rund eineinhalb Stunden täglich eingreifen.
Das Management fährt die Fertigung nun massiv hoch. Bis Ende des Jahres soll die monatliche Kapazität auf 64 Einheiten steigen. Das asiatische Werk wurde dafür deutlich vergrößert. Die Anlage kann künftig bis zu 1.000 Roboter jährlich bauen.
Der Sprung beim Umsatz
Die eigentliche Hürde liegt in den Finanzen. Für das laufende Jahr plant der Vorstand einen gewaltigen Umsatzsprung auf 44 bis 55 Millionen Euro. Im Vorjahr erlöste das Unternehmen lediglich 250.000 Euro und verbuchte hohe Verluste.
Der aktuelle Auftragsbestand liefert eine erste Basis für das Wachstum. Circus meldet 500 feste Bestellungen von rund 40 Kunden. Hinzu kommen tausende unverbindliche Vorbestellungen.
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Im zivilen Sektor testen Schwergewichte wie Mercedes-Benz und REWE die Systeme. Der Handelskonzern entscheidet im Herbst über einen flächendeckenden Einsatz.
Militärgeschäft als Treiber
Der Verteidigungssektor entwickelt sich zum Wachstumsbeschleuniger. Circus hat seine Technik im ersten Quartal an einem Bundeswehr-Standort integriert. Das Unternehmen gewann zudem eine neue Ausschreibung der litauischen Streitkräfte.
Derzeit verhandelt der Roboterbauer mit mehr als zehn NATO-Staaten. Auch Lieferungen an ukrainische Truppen sind in Vorbereitung. Der militärische Outdoor-Roboter CA-M bestand seinen Prototyp-Test. Er soll bereits im laufenden Jahr erste Umsätze liefern.
Um dieses Tempo zu finanzieren, hat Circus mit Finexity einen neuen Rahmenvertrag geschlossen. Dieser ermöglicht künftige Anleihetranchen von bis zu 50 Millionen Euro.
Am Aktienmarkt spiegelt sich die operative Dynamik nur bedingt wider. Auf Sicht von 30 Tagen legte das Papier zwar um rund 39 Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht allerdings ein Minus von gut 31 Prozent auf der Kurstafel. Vom 52-Wochen-Hoch bei 22,80 Euro ist der Titel weit entfernt.
Das Ziel: Am 16. Juli präsentiert das Management die nächsten operativen Details. Dann muss der Vorstand beweisen, dass sich die zahlreichen Vorbestellungen in belastbare Verträge verwandeln.
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