Cisco Aktie: Stärkster Fünf-Tage-Lauf seit Oktober 2001
Cisco kündigt Stellenabbau und Fokus auf KI-Infrastruktur an. Starke Quartalszahlen und optimistische Prognosen treiben die Aktie auf den höchsten Stand seit 2001.
Kurz zusammengefasst
- Stellenabbau unter 5 Prozent
- Rekordumsatz von 15,84 Milliarden Dollar
- KI-Auftragsprognose auf 9 Milliarden erhöht
- HSBC stuft Aktie auf Kaufen hoch
Stellenabbau und Kursrausch passen selten zusammen. Bei Cisco ist genau das passiert: Der Netzwerkausrüster beendete die dritte Maiwoche 2026 mit einem Wochenplus von 23 Prozent, dem stärksten Fünf-Tage-Lauf seit Oktober 2001. Der Grund liegt nicht nur in guten Quartalszahlen, sondern in einer klareren KI-Story.
Cisco stellt Kapital und Personal sichtbarer auf die nächste Wachstumswelle um. Das kommt an der Börse gut an, weil der Konzern bislang oft als solider, aber wenig dynamischer Infrastrukturwert galt.
Umbau für KI-Netzwerke
Am 14. Mai 2026 kündigte Cisco einen größeren Umbau an: Weltweit sollen weniger als 4.000 Stellen wegfallen, das entspricht unter 5 Prozent der Belegschaft. Frei werdende Ressourcen will der Konzern stärker in KI-Infrastruktur, eigene Chips, optische Netzwerktechnik und Sicherheit lenken.
Die Umstellung kostet zunächst Geld. Cisco rechnet mit Vorsteuerbelastungen von bis zu 1 Milliarde Dollar, ein großer Teil davon fällt bereits im Schlussquartal des laufenden Geschäftsjahres an. Der Rest soll im folgenden Geschäftsjahr verbucht werden.
Das Signal an den Markt ist klar: Cisco will nicht nur Ausrüster klassischer Unternehmensnetzwerke bleiben. Die Nachfrage großer Cloud-Anbieter nach leistungsfähiger Netzwerktechnik für KI-Rechenzentren wird zum zentralen Wachstumstreiber.
Quartal liefert Rückenwind
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Cisco einen Rekordumsatz von 15,84 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 12 Prozent. Damit gewann die These an Gewicht, dass der KI-Zyklus bereits in den Zahlen sichtbar wird.
Auch auf der Ergebnisseite überzeugte der Konzern. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,06 Dollar und damit über der Konsenserwartung von 1,04 Dollar.
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Besonders stark zeigte sich das Netzwerkgeschäft. Der Segmentumsatz stieg auf 8,82 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von 25 Prozent. Dahinter steht vor allem die Nachfrage nach KI-fähiger Infrastruktur.
Für das Schlussquartal legte Cisco die Messlatte höher:
- Umsatz: 16,7 bis 16,9 Milliarden Dollar; Markterwartung zuvor 15,8 Milliarden Dollar
- Bereinigter Gewinn je Aktie: 1,16 bis 1,18 Dollar
- Bereinigter Jahresgewinn je Aktie: 4,27 bis 4,29 Dollar
HSBC hebt Ziel deutlich an
Die Neubewertung kam schnell. HSBC stufte Cisco von „Hold“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 77 auf 137 Dollar. Die Bank verweist auf einen „Networking Supercycle“ und auf die höheren KI-Ziele des Konzerns.
Im laufenden Geschäftsjahr hob Cisco die Prognose für KI-Aufträge auf 9 Milliarden Dollar an. Zuvor hatte das Unternehmen mit 5 Milliarden Dollar gerechnet. Das ist der Kern der Kursreaktion.
Für das Geschäftsjahr 2027 sieht HSBC KI-bezogene Erlöse von mindestens 6 Milliarden Dollar. Das wäre ein Wachstum von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kein Wunder, dass der Markt Cisco nun anders bewertet.
Zum Wochenschluss notierte die Aktie bei rund 118,21 Dollar, seit Jahresbeginn steht ein Plus von etwa 52 Prozent. Nach diesem Sprung zählt weniger die nächste Schlagzeile als die Umsetzung: KI-Aufträge müssen in Umsatz übergehen, und die Restrukturierungskosten müssen im angekündigten Rahmen bleiben. Enttäuschungen bei den Hyperscaler-Bestellungen würden nach dieser Neubewertung schnell sichtbar.
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