CleanSpark Aktie: 30 Exahashes überschritten
CleanSpark steigert die Mining-Kapazität, meldet Quartalsumsatz über 138 Millionen US-Dollar und plant weitere Verkäufe durch Führungskräfte.

Kurz zusammengefasst
- Hashrate übersteigt Marke von 30 EH/s
- Mississippi-Zentren bringen 75 Megawatt
- KI-Leasingvertrag verspricht 6,6 Milliarden Dollar
- Führungskräfte planen Aktienverkäufe
CleanSpark hat seine operative Kapazität im Bereich des digitalen Minings deutlich ausgebaut und gleichzeitig die Weichen für eine breitere Aufstellung im Infrastrukturmarkt gestellt.
Am vergangenen Donnerstag gab das Unternehmen bekannt, dass die Marke von 30 Exahashes pro Sekunde (EH/s) bei der eingesetzten Hashrate überschritten wurde. Dieser Fortschritt resultiert maßgeblich aus dem Abschluss der Übernahme zweier Rechenzentren im US-Bundesstaat Mississippi, welche die operative Stromkapazität um insgesamt 75 Megawatt erweiterte.
Strategischer Schwenk in den KI-Markt
Parallel zu der Skalierung im Mining-Sektor positioniert sich das Unternehmen verstärkt als Akteur für die Rechenzentrums-Infrastruktur Künstlicher Intelligenz (KI).
In einem Interview mit dem Magazin Forbes verdeutlichte das Management die Ambition, über das reine Schürfen digitaler Währungen hinaus in diesen Wachstumsmarkt vorzudringen. In diesen Kontext fällt auch der bereits vor rund einem Monat bekannt gewordene Leasingvertrag für den Standort Sandersville in Georgia.
Diese Vereinbarung mit einer Laufzeit von 20 Jahren soll laut Unternehmensangaben über die Initiallaufzeit einen Umsatz von rund 6,6 Milliarden US-Dollar generieren. Inklusive möglicher Verlängerungen könnte dieser Wert auf bis zu 11,6 Milliarden US-Dollar steigen.
Quartalsbilanz und Marktreaktion
Die jüngsten Geschäftszahlen zeichnen unterdessen ein differenziertes Bild. Am vergangenen Donnerstag meldete CleanSpark für das dritte Geschäftsquartal 2026 einen Umsatz von über 138 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Verlust belief sich auf 0,89 US-Dollar je Aktie, womit das Unternehmen die Erwartungen des Marktes verfehlte.
Bereits vor rund einem Monat hatten Analysten auf eine solche Entwicklung reagiert und ihre Gewinnprognosen für das laufende Jahr gesenkt. Dennoch zeigt sich die Aktie im heutigen Handel fest und legt um 7,1 % auf 11,48 Euro zu.
Geplante Aktienverkäufe im Management
Abseits der operativen Nachrichtenlage wurden am vergangenen Freitag mehrere Veräußerungsabsichten aus dem Führungskreis öffentlich. Laut entsprechenden Pflichtmitteilungen planen mehrere Führungskräfte den Verkauf von Anteilen. So reichte S. Matthew Schultz ein Formular zur Veräußerung von über einer Million Aktien ein.
Auch Brian J. Carson, Gary Anthony Vecchiarelli und Scott Eugene Garrison meldeten geplante Verkäufe. Diese Transaktionen stehen laut Unternehmensangaben im Zusammenhang mit dem Unverfallbarwerden von Aktienoptionen und erfolgen im Rahmen festgeschriebener Handelspläne nach der Regel 10b5-1.
Trotz der angekündigten Management-Verkäufe blicken Anleger auf eine positive Entwicklung seit Jahresbeginn zurück, die derzeit bei einem Zuwachs von 26 % liegt. Die konsequente Expansion der physischen Infrastruktur bleibt dabei das zentrale Argument für die Bewertung des Unternehmens an der Börse.
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