Coca-Cola Aktie: 20-Milliarden-Streit mit IRS
Richter äußern Kritik an IRS-Vorgehen im Milliardenstreit mit Coca-Cola. Der Aktienkurs profitiert von der positiven Entwicklung.

Kurz zusammengefasst
- Berufungsgericht stützt Coca-Cola-Argumente
- Richter kritisieren IRS-Methodenwechsel
- Aktie nahe Allzeithoch bei 72 Euro
- Quartalszahlen für Juli angekündigt
Coca-Cola erzielt einen wichtigen Etappensieg im milliardenschweren Steuerstreit mit der US-Finanzbehörde IRS. Ein Berufungsgericht signalisierte in einer jüngsten Anhörung deutliche Sympathie für die Argumente des Getränkeriesen. Im Kern geht es um Nachzahlungen für Auslandseinkünfte in Höhe von bis zu 20 Milliarden US-Dollar.
Die Richter hinterfragten das Vorgehen der Steuerbehörde kritisch. Ein Mitglied des Gremiums äußerte verfassungsrechtliche Bedenken wegen einer möglichen Rückwirkung der Forderungen. Ein anderer Richter kritisierte den plötzlichen Methodenwechsel der IRS bei der Bewertung der Konzerngewinne.
Vorwurf der Willkür
Coca-Cola wirft der Behörde ein unfaires Vorgehen vor. Das Management bezeichnet die neue Berechnungsmethode als willkürlich. Sollten die Richter einen Rechtsfehler bestätigen, muss das Steuergericht den Fall neu aufrollen.
Der Konzern argumentiert, dass die Behörde ihre Bewertungsgrundlagen ohne Vorwarnung geändert habe. Dies verletze grundlegende Prinzipien der Rechtssicherheit. Parallel dazu wiesen die Anwälte darauf hin, dass die IRS die neuen Regeln nur selektiv auf bestimmte Auslandstöchter anwende.
In der Anhörung ging es auch um die Frage, warum die IRS ihre Methode nur in bestimmten Ländern anwendet. Coca-Cola vermutet hier einen Konflikt mit bestehenden Steuerabkommen. Das Unternehmen steuert ein globales Portfolio aus Softdrinks, Wasser und Sportgetränken in über 200 Ländern.
Starke Performance an der Börse
An der Börse sorgt die Nachricht für Rückenwind. Die Aktie notiert mit 72,32 Euro nur knapp unter ihrem Allzeithoch. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits um fast 23 Prozent zugelegt. Damit liegt der Kurs deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 63,70 Euro.
Investoren honorieren die relative Stärke des Titels in einem volatilen Marktumfeld. Der Konzern profitiert von seiner Preissetzungsmacht und der globalen Markenpräsenz.
Der aktuelle Kurs liegt rund fünf Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Die jährliche Volatilität der Aktie lag zuletzt bei etwa 24 Prozent.
Am 28. Juli veröffentlicht der Konzern seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Investoren erhalten dann Einblick in die operative Stärke des Weltmarktführers.
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