Coca-Cola Aktie: Costa Coffee vor dem Aus?
Coca-Cola erwägt strategische Wende mit möglichem Verkauf der Kaffee-Kette Costa Coffee, nur sieben Jahre nach dem Milliarden-Deal. Erste Gespräche mit Interessenten laufen bereits.

Kurz zusammengefasst
- Strategische Prüfung des Costa Coffee-Verkaufs eingeleitet
- Investmentbank Lazard mit Verkaufsprozess beauftragt
- Über 4.000 Filialen weltweit als Verkaufsargument
- Private-Equity-Firmen zeigen Interesse an Übernahme
Der Getränkeriese Coca-Cola stellt seine milliardenschwere Kaffee-Strategie auf den Prüfstand. Das Unternehmen prüft offiziell den Verkauf seiner Costa Coffee-Kette – nur sieben Jahre nach der teuren Übernahme für über fünf Milliarden Dollar. Was als großer Schritt in den globalen Kaffee-Markt begann, könnte nun zu einem kostspieligen Strategiewechsel werden.
Verkaufsprozess bereits angelaufen
Coca-Cola hat die Investmentbank Lazard mit der strategischen Prüfung beauftragt. Erste Gespräche mit möglichen Käufern laufen bereits, darunter mehrere Private-Equity-Unternehmen. Das Interesse scheint durchaus vorhanden zu sein.
Die Zeitschiene wird konkreter: Bereits im Frühherbst werden erste unverbindliche Angebote für Costa Coffee erwartet. Allerdings steht eine finale Entscheidung noch aus – Coca-Cola könnte die Kaffee-Kette auch behalten.
Strategiewechsel nach sieben Jahren
Der mögliche Verkauf markiert eine drastische Kehrtwende. 2018 hatte Coca-Cola mit dem Costa-Deal den Einstieg in den boomenden Kaffee-Markt forciert und wollte Konkurrenten wie Starbucks Paroli bieten. Nun scheint das Management die damalige Strategie zu hinterfragen.
Costa Coffee betreibt aktuell über 2.700 Filialen in Großbritannien und Irland sowie mehr als 1.300 internationale Standorte in 50 Ländern. Jeder potenzielle Käufer würde damit eine beträchtliche globale Operation übernehmen – und entsprechend tief in die Tasche greifen müssen.
Die Entwicklung zeigt: Auch Milliardenkonzerne sind nicht vor strategischen Fehlentscheidungen gefeit. Ob Costa Coffee tatsächlich den Besitzer wechselt, dürfte sich in den kommenden Monaten entscheiden.
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