Coeur Mining Aktie: Rekordjahr, geteilte Meinungen
Coeur Mining meldet historisch hohen Jahresgewinn, doch sinkende Edelmetallpreise und eine Milliardenübernahme sorgen für geteilte Einschätzungen unter Analysten.

Kurz zusammengefasst
- Historischer Jahresgewinn mit Umsatzverdopplung
- Übernahme von New Gold steigert Produktionsbasis
- Analysten bewerten Aktie uneinheitlich
- Nächster Quartalsbericht als wichtiger Prüfstein
Coeur Mining hat 2025 den stärksten Jahresgewinn seiner Unternehmensgeschichte eingefahren — und trotzdem streiten Analysten darüber, ob das Momentum hält. Der Grund: Sinkende Gold- und Silberpreise sowie eine milliardenschwere Übernahme, die das Unternehmen fundamental verändert, aber auch neue Risiken mitbringt.
Ein Jahr der Transformation
Die Zahlen für 2025 sind beeindruckend. Der Umsatz verdoppelte sich auf 2,1 Milliarden US-Dollar, das EBITDA stieg um 200 Prozent auf über eine Milliarde Dollar. Besonders auffällig: Der freie Cashflow drehte von minus 9 Millionen im Vorjahr auf plus 666 Millionen Dollar. Im vierten Quartal allein stieg der Nettogewinn um 468 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 215 Millionen Dollar — getragen von höheren Edelmetallpreisen und gesunkenen Produktionskosten.
Am 20. März 2026 schloss Coeur die Übernahme von New Gold ab. Durch die Transaktion wächst die Produktionsbasis erheblich: Für 2026 erwartet das Unternehmen zwischen 680.000 und 815.000 Unzen Gold — ein Anstieg von rund 80 Prozent gegenüber 2025. Neu hinzu kommt eine substanzielle Kupferkomponente aus der New-Afton-Mine in British Columbia.
Analysten uneins über Bewertung
Die Analystengemeinde bewertet die Lage unterschiedlich. Cantor Fitzgerald stufte die Aktie nach einem Kursrückgang auf Kaufen hoch, senkte das Kursziel aber gleichzeitig von 24 auf 20 US-Dollar. BMO Capital nahm die Berichterstattung mit einem Outperform-Rating und einem Kursziel von 27 Dollar wieder auf und verwies auf die gestärkte Marktposition in nordamerikanischen Bergbauregionen sowie auf das erwartete Cashflow-Potenzial. Roth/MKM hingegen kappte das Kursziel von 29 auf 24 Dollar — bei unverändertem Kaufvotum — und begründete dies mit dem jüngsten Rückgang bei Gold und Silber.
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Genau dieser Preisdruck belastet die Aktie derzeit. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 23,12 Euro hat sie rund 29 Prozent verloren und notiert damit auch unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts. Steigende Zinsspekulationen rund um die US-Notenbank belasten den gesamten Sektor.
Nächster Prüfstein: Mai-Quartalsbericht
Flankiert wird die Übernahme von einer neuen Kapitalstruktur: Coeur verfügt nun über eine revolvierende Kreditlinie von einer Milliarde Dollar und hat ein Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen Dollar aufgelegt. Zudem wurde eine halbjährliche Dividende von 0,02 Dollar je Aktie eingeführt.
Der Zacks-Konsens sieht für 2026 ein Gewinnwachstum von 84 Prozent — und die Schätzungen wurden in den vergangenen 60 Tagen mehrfach nach oben revidiert. Am 6. Mai legt Coeur die nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die erweiterte Produktionsbasis die Belastungen durch schwächere Edelmetallpreise tatsächlich abfedern kann.
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