Coherent Aktie: Trotz Rekordzahlen abgestraft?
Coherent steigerte den Quartalsumsatz um 49,9 Prozent; Needham reduzierte sein Kursziel, hielt aber an der Kaufempfehlung fest.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz steigt um 49,9 Prozent
- Umsatzprognose für Q2: 2,55 bis 2,75 Milliarden Dollar
- Coherent erwartet 2027 mehr als 60 Prozent Pro-forma-Wachstum
- Needham senkt Kursziel auf 340 Dollar
Coherent hat gestern im Sog des Ausverkaufs bei KI- und Rechenzentrumswerten 13% verloren. Reuters berichtete über Sorgen vor möglichen Hürden für den raschen Ausbau von Rechenzentren nach dem umfassenden Wahlsieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen. Der Kursrückgang fiel damit in ein belastetes Branchenumfeld, obwohl Coherent am Mittwoch starke Geschäftszahlen und einen Wachstumsausblick veröffentlicht hatte.
Umsatzwachstum und höherer Quartalsausblick
Coherent meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 2,37 Milliarden $. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das nach Unternehmensangaben einem Wachstum von 49,9%.
Der verwässerte Gewinn je Aktie erreichte nach den Rechnungslegungsvorschriften GAAP 1,90 $. Auf bereinigter Basis, also außerhalb von GAAP, wies Coherent einen verwässerten Gewinn je Aktie von 2,09 $ aus.
Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 2,55 und 2,75 Milliarden $ in Aussicht. Beim bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie erwartet Coherent zwischen 2,28 und 2,48 $.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 rechnet Coherent auf Pro-forma-Basis mit einem Umsatzwachstum von mehr als 60%. Diese Angabe ist eine Unternehmenserwartung und bezieht sich auf die Pro-forma-Betrachtung.
Needham senkt das Kursziel
Needham bestätigte gestern seine Kaufempfehlung für Coherent, senkte das Kursziel aber von 380 auf 340 $. Damit änderte das Analysehaus die Zielmarke, nicht jedoch seine positive Einstufung der Aktie.
Der Rückgang trotz starker Unternehmenszahlen wurde Medienberichten zufolge auch bei weiteren Optikwerten beobachtet. Reuters ordnete den breiteren Verkaufsdruck den Befürchtungen zu, dass der Wahlausgang den schnellen Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur erschweren könnte.
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