Der Kryptokonzern Coinbase startet mit gemischten Signalen ins Wochenende. Während das Unternehmen zwei neue Produkte für institutionelle Kunden vorstellt, senkt die Investmentbank Compass Point ihr Kursziel deutlich – und hält an ihrer Verkaufsempfehlung fest. Die Aktie schloss am Freitag bei 216,95 US-Dollar, steht aber laut der neuen Einschätzung vor weiterem Abwärtspotenzial.
Kursziel gesenkt, Rating bleibt negativ
Compass Point reduzierte das Kursziel für Coinbase von 230 auf 190 US-Dollar, was einem möglichen Rückgang von rund 12 Prozent entspricht. Die Bank begründet ihre Skepsis offenbar mit Bewertungsbedenken: Trotz starker operativer Zahlen – im dritten Quartal 2025 stiegen die Umsätze um 55 Prozent auf 1,87 Milliarden US-Dollar – liegt das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2025 bei 29,5. Die Frage lautet: Rechtfertigt das Wachstum diese Bewertung?
Erschwerend kommt die regulatorische Unsicherheit hinzu. Coinbase positioniert sich kritisch gegenüber dem überarbeiteten CLARITY Act, der Belohnungen und Renditen auf Stablecoins einschränken könnte – eine wichtige Einnahmequelle für die Plattform.
Institutionelles Geschäft im Fokus
Parallel zur Analystenkritik treibt Coinbase den Ausbau seines Geschäfts mit professionellen Kunden voran. Mit „Coinbase Business“ und „Coinbase Advisor“ launcht das Unternehmen zwei Angebote, die gezielt auf institutionelle Investoren zugeschnitten sind. Diese Strategie zahlt sich bereits aus: Die Transaktionserlöse im institutionellen Bereich wachsen deutlich schneller als im Privatkundengeschäft.
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Zusätzlich richtet Coinbase ein „Quantum Advisory Board“ ein, das Risiken durch Quantencomputer für Blockchain-Verschlüsselungen untersuchen soll – ein Signal an institutionelle Investoren, dass man langfristige Sicherheitsthemen ernst nimmt.
Insider-Verkäufe nach Plan
Zuletzt sorgten Aktienverkäufe von CEO Brian Armstrong und CFO Alesia Haas für Diskussionen. Beide Transaktionen erfolgten jedoch über vorab festgelegte Handelspläne nach Regel 10b5-1, die als rechtssicherer Nachweis gegen Insiderhandel gelten. Armstrong betonte, dass der Großteil seines Vermögens weiterhin in Coinbase-Aktien investiert sei und die Verkäufe der persönlichen Diversifikation dienen.
Die Aktie verlor in der abgelaufenen Woche rund zehn Prozent und notiert mittlerweile knapp 49 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 361,25 US-Dollar. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob das Wachstum im institutionellen Geschäft die hohe Bewertung stützen kann – oder ob die Bedenken der Analysten Gewicht gewinnen.
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