Coinbase Aktie: Analysten bleiben gespalten
Coinbase verfehlt Erwartungen deutlich und senkt Prognose. Analysten streiten über Kursziele zwischen 95 und 330 Dollar, während regulatorische und politische Entwicklungen die Zukunft prägen.

Kurz zusammengefasst
- Quartalszahlen verfehlen Erwartungen deutlich
- Prognose für Subscription-Erlöse gesenkt
- Kursziele zwischen 95 und 330 Dollar
- CLARITY Act als möglicher Kurstreiber
Ein Quartalsverlust, der die Erwartungen weit verfehlt, ein schwacher Ausblick – und trotzdem hält ein Analystenhaus stur an seinem Kursziel von 265 Dollar fest. Bei Coinbase klaffen Zahlenwerk und Analystenmeinung gerade ungewöhnlich weit auseinander.
Schwache Zahlen, schwacher Ausblick
Die Kryptobörse verfehlte im zweiten Quartal 2026 sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen deutlich. Der Verlust je Aktie lag bei 1,36 Dollar, während Analysten lediglich ein Minus von 0,01 Dollar erwartet hatten. Der Umsatz kam auf 1,2 Milliarden Dollar und blieb damit unter der Konsensschätzung von 1,35 Milliarden Dollar.
Noch schwerer wiegt der Ausblick: Die Prognose für die Subscription- und Services-Erlöse im dritten Quartal liegt rund 15 Prozent unter den Wall-Street-Schätzungen. H.C. Wainwright verweist auf einen anhaltenden Bärenmarkt bei Kryptowährungen als Hauptbremse für die zentralen Umsatztreiber. Immerhin ein Lichtblick: Bitcoin-bezogene Transaktionen machen inzwischen nur noch 12 Prozent des Umsatzes aus – die Diversifizierung des Geschäfts zeigt zumindest strukturell Wirkung.
Kursziele zwischen 95 und 330 Dollar
Die Reaktionen der Analysten könnten unterschiedlicher kaum ausfallen. Während H.C. Wainwright trotz der enttäuschenden Zahlen bei „Buy“ bleibt, zeichnen andere Häuser ein deutlich vorsichtigeres Bild:
- H.C. Wainwright: Buy, Kursziel 265 Dollar
- Citizens: Market Outperform, Kursziel 325 Dollar
- Bernstein SocGen: Outperform, Kursziel 330 Dollar
- BTIG: Kursziel von 260 auf 240 Dollar gesenkt
- Barclays: Underweight, Kursziel von 99 auf 95 Dollar gesenkt
Die Spanne der Kursziele reicht damit von 95 bis 330 Dollar – ein Ausmaß, das die tiefe Unsicherheit über die kurzfristigen Aussichten des Unternehmens widerspiegelt. Der Aktienkurs selbst liegt aktuell 59 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 402 Dollar und hat im Jahresvergleich 57 Prozent verloren.
Regulatorik als Belastung und Hoffnungsschimmer
Zur fundamentalen Schwäche kommt regulatorischer Druck. New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James hatte Coinbase im April gemeinsam mit dem Konkurrenten Gemini wegen ähnlicher Vorwürfe verklagt, wie sie sie aktuell gegen die Prognoseplattform Kalshi erhebt. Das Verfahren reiht sich in eine breitere Auseinandersetzung zwischen einzelnen Bundesstaaten und der Bundesregierung um die Zuständigkeit für Krypto- und Event-Kontrakte ein.
Gleichzeitig könnte ausgerechnet die Politik für den fehlenden Kurskatalysator sorgen. H.C. Wainwright rechnet damit, dass der Senat den CLARITY Act – ein Gesetz zur Marktstruktur für Kryptowährungen – noch vor Beginn der August-Pause am 7. August zur finalen Abstimmung bringt. Ein positives Signal aus Washington könnte der Stimmung genau jenen Impuls liefern, den der Markt nach Einschätzung der Analysten derzeit vermisst.
Coinbase-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coinbase-Analyse vom 31. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Coinbase-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coinbase-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Coinbase: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...