Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Von Juli bis Dezember 2025 brach die Coinbase-Aktie um 42 Prozent ein – von 391,66 auf 226,08 US-Dollar. Was war passiert? Im Juli hatten Bewertungsmodelle die Aktie als massiv überbewertet eingestuft, mit einem fairen Wert von nur 250,30 US-Dollar. Der Titel lag damit rund 36 Prozent über seinem inneren Wert.
Besonders pikant: Die Fundamentaldaten des Krypto-Börsenbetreibers verbesserten sich in dieser Zeit sogar. Der Umsatz stieg von 6,71 auf 7,37 Milliarden US-Dollar, das EBITDA kletterte von 2,02 auf 2,4 Milliarden US-Dollar. Dennoch folgte Monat für Monat der Absturz – minus 19,4 Prozent im August, weitere 20,6 Prozent im November, nochmals 17,1 Prozent im Dezember.
Die Bewertung war einfach zu heiß gelaufen
Was steckte hinter der Überbewertung? Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 37,35 und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 8,23 signalisierten extreme Premiumwerte. Zuvor war die Aktie allein im Juni 2025 um 42 Prozent nach oben geschossen, in den sechs Monaten davor hatte sie sich nahezu verdoppelt.
Die Anleger ignorierten dabei systematische Risiken: Das Geschäftsmodell hängt stark von volatilen Handelsgebühren ab, regulatorische Unwägbarkeiten bleiben bestehen, und das Volumen im Spothandel ging zurück. Eine SEC-Untersuchung und ein Cyberangriff auf Kundendaten belasteten zusätzlich.
Bitcoin verliert erstmals seit 2022
Doch auch das Marktumfeld spielte nicht mit. Bitcoin steuert 2025 auf den ersten Jahresverlust seit 2022 zu – minus 6 Prozent trotz eines zwischenzeitlichen Allzeithochs über 126.000 US-Dollar im Oktober. Der Absturz kam abrupt: Am 10. Oktober kündigte US-Präsident Trump neue Zölle auf chinesische Importe an. Die Folge: Liquidationen von über 19 Milliarden US-Dollar bei gehebelten Krypto-Positionen – der größte Liquidationssturm in der Geschichte des Marktes.
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„Bitcoin verhält sich zunehmend wie ein Risikoasset“, konstatieren Marktbeobachter. Die Korrelation zu US-Aktien verstärkt sich, während das Narrativ vom unabhängigen Alternativinvestment bröckelt. Makroökonomische Faktoren wie Geldpolitik und die aufgeblähten Bewertungen bei KI-Titeln wirken direkt auf den Kryptomarkt durch.
Regulierungserfolge verpuffen
Dabei hatte die Branche unter Trump durchaus Siege errungen: Die SEC zog Klagen gegen Coinbase und andere zurück, ein Gesetz für Dollar-gebundene Krypto-Token passierte den Kongress. Über 245 Millionen US-Dollar flossen von Krypto-Unternehmen in den Wahlkampf 2024.
Doch die erhoffte umfassende Marktstruktur-Gesetzgebung blieb aus. Kernprobleme der Industrie sind weiterhin ungelöst. Die anfängliche Euphorie ist verflogen – und mit ihr die Bewertungsprämien. Ende Dezember notierte Coinbase praktisch exakt auf dem im Juli errechneten fairen Wert. Eine Lehrbuchkorrektur.
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