Coinbase Aktie: Hypotheken und Hürden

Coinbase bringt mit Partnern kryptobesicherte Immobilienkredite auf den Markt, während politische Streitigkeiten in Washington regulatorische Risiken schaffen und Analysten ihre Erwartungen anpassen.

Eduard Altmann ·
Coinbase Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Neues Geschäftsfeld mit kryptobesicherten Hypotheken
  • Politische Auseinandersetzung um Stablecoin-Regulierung
  • Goldman Sachs senkt Kursziel nach Quartalszahlen
  • Aktie verliert deutlich seit Jahresbeginn

Der Krypto-Börsenbetreiber wagt den Schritt in den klassischen Immobilienmarkt. Über eine neue Partnerschaft können Hauskäufer künftig digitale Vermögenswerte als Sicherheit für ihre Hypothek hinterlegen, ohne die Coins verkaufen zu müssen. Während dieses neue Geschäftsfeld Fantasie weckt, sorgen politische Streitigkeiten in Washington für handfeste regulatorische Risiken.

Brückenschlag zum Immobilienmarkt

Gemeinsam mit Fannie Mae und Better Home & Finance bringt Coinbase Krypto-besicherte Hypotheken auf den Markt. Kreditnehmer können Bitcoin oder den Stablecoin USDC als Sicherheit für die Anzahlung nutzen. Ein Verkauf der digitalen Vermögenswerte ist dabei nicht nötig, was eine sofortige Versteuerung der Kursgewinne verhindert.

Die Zinssätze für diese Kredite liegen zwar 0,5 bis 1,5 Prozentpunkte über dem Standard für 30-jährige Festzinsdarlehen. Dafür verzichten die Anbieter auf Nachschussforderungen bei starken Kursschwankungen am Kryptomarkt. Eine Liquidation der Sicherheiten droht erst bei einem Zahlungsverzug von 60 Tagen. Better Home & Finance zielt mit dem Angebot auf Familien ab, denen derzeit das nötige Bargeld für eine klassische Anzahlung fehlt.

Politischer Widerstand in Washington

Abseits der Produktinnovationen kämpft das Unternehmen an politischer Front. Am Donnerstag lehnte Coinbase einen aktualisierten Kompromissvorschlag zum sogenannten CLARITY Act im US-Senat ab. Im Zentrum des Streits stehen geplante Beschränkungen, die es Krypto-Börsen verbieten würden, Renditen auf Stablecoin-Guthaben anzubieten.

Klassische Bankengruppen hatten im Vorfeld intensiv für diese Einschränkungen lobbyiert, um einen Abfluss von Kundeneinlagen zu verhindern. Für Coinbase steht viel auf dem Spiel: Im Jahr 2025 erwirtschaftete die Plattform rund 1,35 Milliarden US-Dollar Umsatz im Zusammenhang mit Stablecoins, primär durch die Partnerschaft mit Circle und USDC. Die Ablehnung des Entwurfs hat den Fortschritt des umfassenderen Gesetzespakets zur Marktstruktur vorerst gestoppt.

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Analysten passen Erwartungen an

Die jüngsten Geschäftszahlen lieferten Marktbeobachtern ebenfalls gemischte Signale. Als Reaktion auf das abgelaufene Quartal passte die Investmentbank Goldman Sachs heute ihre Bewertung an, behielt aber die grundsätzliche Kaufempfehlung bei:

  • Umsatz Q4/2025: 1,78 Milliarden USD (Erwartung: 1,86 Milliarden USD)
  • Gewinn pro Aktie: 0,66 USD (Erwartung: 0,83 USD)
  • Neues Goldman-Sachs-Kursziel: 235,00 USD (zuvor: 270,00 USD)

An der Börse quittierten Anleger die Gemengelage mit Zurückhaltung. Die Aktie gab heute um 3,34 Prozent auf 151,66 Euro nach und weitete damit den Verlust seit Jahresbeginn auf knapp 25 Prozent aus.

Um die Abhängigkeit von schwankenden Handelsgebühren und politisch umkämpften Stablecoin-Erträgen zu reduzieren, treibt Coinbase die Diversifizierung abseits des Endkundengeschäfts voran. Ebenfalls am Donnerstag integrierte das Unternehmen Chainlink DataLink, um institutionelle Börsendaten direkt auf der Blockchain für Entwickler bereitzustellen. Dieser Schritt eröffnet eine zusätzliche Einnahmequelle durch Datenmonetarisierung, während die Verhandlungen um die Marktregulierung in Washington auf Eis liegen.

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Coinbase Aktie

171,72 EUR

– 2,88 EUR -1,65 %
KGV 76,34
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 54,70 Mrd. EUR
ISIN: US19260Q1076 WKN: A2QP7J

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