Coinbase Aktie: Neue Offensive

Coinbase erweitert sein Geschäftsmodell um den Handel mit Aktien und ETFs in den USA, um sich von der Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs zu lösen und stabilere Erlöse zu generieren.

Kurz zusammengefasst:
  • Handel mit über 8.000 Aktien und ETFs gestartet
  • 24/5-Handel ohne Kommissionen für viele Titel
  • Strategie zielt auf Diversifizierung der Einnahmen
  • Partnerschaft mit Yahoo Finance für direkten Handel

Coinbase will sich nicht länger nur über Krypto definieren. Mit dem vollständigen US-Rollout für Aktien- und ETF-Handel setzt die Börse auf ein breiteres Geschäftsmodell – und greift damit klassische Retail-Broker direkt an. Der Schritt ist mehr als ein neues Feature: Er zielt auf stabilere Erlöse und weniger Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs.

24/5-Handel: Was Coinbase konkret startet

Ab sofort können alle Nutzer in den USA über Coinbase auch Aktien und ETFs handeln. Angeboten werden laut Unternehmen zum Start mehr als 8.000 Titel. Gehandelt wird 24 Stunden am Tag an fünf Tagen pro Woche – und bei geeigneten Wertpapieren ohne Kommission.

Coinbase

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Wichtig für die Positionierung: Kunden können Käufe in US-Dollar oder mit dem Stablecoin USDC finanzieren. Außerdem sind Bruchstücke von Aktien möglich, ab 1 US-Dollar. Abgewickelt wird das Angebot über Coinbase Capital Markets, das als FINRA- und SIPC-Mitglied reguliert ist; die Abrechnung erfolgt mit T+1.

Partnerschaften und Technik: Von der Recherche direkt zum Trade

Zum Ausbau gehört auch eine Kooperation mit Yahoo Finance. Die Idee: Nutzer sollen aus der Analyse heraus mit einem Klick bei Coinbase handeln können. Umgekehrt bindet Yahoo Finance Echtzeitdaten von Coinbase in seine Marktseiten ein. Finanzielle Details zur Vereinbarung nannten die Unternehmen nicht.

Für Clearing, Verwahrung und Ausführung setzt Coinbase auf Apex Fintech Solutions. Damit bleibt die Broker-Infrastruktur im Hintergrund bei einem etablierten Dienstleister, während Coinbase die Nutzeroberfläche und den Zugang in der eigenen App bündelt.

Konkurrenzdruck und das eigentliche Ziel: weg vom reinen Krypto-Zyklus

Mit Aktien und ETFs rückt Coinbase näher an Robinhood heran – genau dort, wo Robinhood sein Kerngeschäft hat. Der strategische Kern ist klar: Coinbase will ein Multi-Asset-Konto anbieten, in dem sich Krypto und klassische Wertpapiere kombinieren lassen.

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Das ist auch eine Antwort auf ein bekanntes Problem: Die Aktie bewegt sich oft im Gleichschritt mit Bitcoin, weil ein großer Teil der Einnahmen historisch aus Handelsaktivität im Kryptomarkt stammt. Ein breiteres Produktportfolio könnte diese Abhängigkeit zumindest lockern – vorausgesetzt, das Angebot wird wirklich genutzt.

Passend dazu verweist Coinbase auf neue Ansätze rund um „agentic“ Funktionen: sogenannte agentic wallets, bei denen KI-Agenten selbstständig Coins ausgeben und handeln können – eingebettet in das Base-Netzwerk. Das soll langfristig die Differenzierung gegenüber Broker-Konkurrenten stärken.

Zahlenlage: Rekordvolumen, aber Verlust im Quartal

Der Vorstoß kommt vor einem gemischten finanziellen Hintergrund. Für das vierte Quartal meldete Coinbase einen Nettoverlust von 667 Mio. US-Dollar, zudem ging der Transaktionsumsatz gegenüber dem Vorquartal zurück.

Auf Jahressicht liest sich das Bild freundlicher: Das gesamte Handelsvolumen erreichte ein Allzeithoch und lag 156% über Vorjahr. Gleichzeitig betont Coinbase eine zunehmende Diversifizierung: Transaktionsumsätze, die früher etwa 90% des Umsatzes ausmachten, liegen Anfang 2026 nur noch bei rund 60%. Außerdem verweist das Unternehmen auf inzwischen 12 Produkte, die auf annualisierter Basis jeweils mehr als 100 Mio. US-Dollar Umsatz erzielen.

Marktreaktion und nächster Schritt auf der Roadmap

Am Freitag schloss die Aktie bei 148,88 Euro (Tag: -2,93%). Trotz einer Erholung auf Wochensicht zeigt die 30-Tage-Performance, dass der Titel insgesamt weiter unter Druck steht.

Inhaltlich ist der Ausbau jedoch klar als langfristiges Kernprojekt angelegt. Als nächstes Thema deutet Coinbase tokenisierte Aktien an – also Wertpapiere, die über Blockchain-Netzwerke „beweglich“ werden und potenziell rund um die Uhr handelbar wären. Das wäre allerdings an regulatorische Freigaben gebunden. Parallel signalisiert das Unternehmen, dass neben den neuen Aktien- und ETF-Funktionen weitere Bausteine wie spezialisierte Handelsoberflächen und neue DeFi-Infrastruktur auf der Agenda stehen.

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