Coinbase Aktie: Regulierung auf allen Fronten
Coinbase sieht sich mit Klagen gegen Prognosemärkte konfrontiert und einem Gesetzesentwurf, der bis zu 800 Millionen Dollar an Stablecoin-Einnahmen gefährdet. Der Aktienkurs ist bereits deutlich unter Druck.

Kurz zusammengefasst
- Mehrere Bundesstaaten klagen gegen Prognosemärkte
- Gesetzesentwurf bedroht Stablecoin-Umsätze massiv
- Aktienkurs verliert über 30 Prozent im Jahr
- Unternehmen hält an Wachstumsstrategie fest
Coinbase kämpft gleich an mehreren Fronten. Während CEO Brian Armstrong am Freitag einen technischen Fehler bei der Expansion in Prognosemärkte öffentlich einräumte, häufen sich die juristischen und regulatorischen Probleme rund um dieses neue Geschäftsfeld — und eine mögliche Gesetzesänderung bedroht einen erheblichen Teil der Einnahmen.
Prognosemärkte unter juristischem Beschuss
Ein Targeting-Fehler hatte Kunden ungewollte Push-Benachrichtigungen zu Sportwetten geschickt, woraufhin Armstrong sich öffentlich entschuldigte. Das technische Problem ist behoben — die rechtlichen Folgen jedoch nicht.
Die Stadt Detroit kündigte an, bis zum 3. April einen Amicus-Brief einzureichen, der Michigan in seinem Widerstand gegen Coinbase unterstützt. Das Unternehmen hatte den Bundesstaat im Dezember 2025 verklagt, mit dem Argument, Prognosemärkte sollten ausschließlich unter die Zuständigkeit der CFTC fallen — nicht unter staatliche Glücksspielaufsicht. Gleichzeitig reichte der Generalstaatsanwalt von Washington State eine Klage gegen Kalshi ein, die Plattform, über die Coinbase diese Wetten abwickelt. Auch Kaliforniens Gouverneur handelte: Per Exekutivanordnung untersagte er Staatsbeamten, Insiderwissen auf solchen Plattformen zu nutzen.
Der regulatorische Gegenwind kommt nicht von ungefähr. Allein in den ersten zwei Monaten 2026 erwirtschafteten Detroits Casinos über 200 Millionen Dollar — Einnahmen, die Bundesstaaten nicht kampflos an neue digitale Wettbewerber abgeben wollen.
800 Millionen Dollar auf dem Spiel
Noch schwerer wiegt eine potenzielle Bedrohung für das Stablecoin-Geschäft. Der aktuelle Senatsentwurf des sogenannten Clarity Act enthält Bestimmungen, die bestimmte Transaktionsdaten sperren und Zinserträge auf Stablecoin-Bestände einschränken könnten. Branchenanalysten beziffern den möglichen jährlichen Umsatzverlust auf bis zu 800 Millionen Dollar — ein erheblicher Betrag, wenn man bedenkt, dass Stablecoin-Einnahmen im dritten Quartal 2025 rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten.
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Die Kryptobranche arbeitet offenbar an einem Gegenentwurf. Aktuelle Schätzungen sehen die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des Gesetzes in diesem Jahr dennoch bei 72 Prozent.
Kurs unter Druck
Am Freitag verlor die Coinbase-Aktie rund 7 Prozent und notiert damit auf Jahressicht bereits mehr als 30 Prozent im Minus. Belastet wurde der Kurs auch durch das breitere Marktumfeld: Bitcoin fiel unter die Marke von 66.000 Dollar, während steigende US-Anleiherenditen — die zehnjährigen Treasuries näherten sich einem Jahreshoch von 4,5 Prozent — Kapital in klassische sichere Häfen umlenkten.
Trotz allem hält Coinbase an seiner Strategie fest. Der Abonnementdienst Coinbase One verzeichnete Ende 2025 erstmals eine Million Mitglieder. Zudem dokumentierten On-Chain-Daten am Samstag die Übertragung von 367 Bitcoin auf die Prime-Plattform des Unternehmens — ein Zeichen, dass institutionelle Kunden die Infrastruktur weiterhin aktiv nutzen, auch in turbulenten Marktphasen.
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