Coinbase baut sich gerade grundlegend um. Das Unternehmen führt provisionsfreien Aktienhandel ein, hat mehrere regulatorische Hürden genommen und verzeichnet eine deutliche Kurserholung. Der Anspruch: eine vollständige Finanzplattform für alles werden – von Krypto bis Aktien.
Die „Everything Exchange“ nimmt Form an
Ende Februar öffnete Coinbase seinen provisionsfreien 24/5-Handel mit Aktien und ETFs für alle US-Nutzer. Mehr als 8.000 US-gelistete Wertpapiere sind damit auf der Plattform handelbar. Das ist kein Zufall, sondern Teil der erklärten „Everything Exchange“-Strategie: Zehntausende Assets sollen langfristig auf einer einzigen Plattform handelbar sein.
CEO Brian Armstrong geht noch weiter. Im CNBC-Interview skizzierte er die nächste Stufe: tokenisierte Aktien auf der Blockchain – mit 24/7-Handel, sofortiger Abwicklung und deutlich niedrigeren Kosten. Im Januar 2026 startete Coinbase zudem Prediction-Market-Trading in Kooperation mit Kalshi.
Regulatorische Rückendeckung treibt die Erholung
Die Kurserholung der vergangenen Wochen hat handfeste Gründe. Die SEC-Klage gegen Coinbase wurde vollständig fallen gelassen. Der GENIUS Act – das erste US-Bundesgesetz zur Stablecoin-Regulierung – ist in Kraft. Dazu kommen eine MiCA-Lizenz in Europa und die Registrierung als größter FCA-zugelassener VASP in Großbritannien.
Besonders deutlich wurde die politische Dimension: Als bekannt wurde, dass US-Präsident Trump CEO Armstrong traf und das Unternehmen öffentlich in einem wichtigen Krypto-Gesetzgebungsverfahren unterstützte, legte die Aktie in einer einzigen Handelssitzung 15,2 Prozent zu.
Solide Basis, aber bekannte Schwachstellen
Die Finanzkennzahlen zeigen eine wachsende Plattform. Allein bis zum 10. Februar lagen die Transaktionserlöse im ersten Quartal 2026 bei rund 420 Millionen Dollar – etwa auf Halbzeit des Quartals und damit auf einem Tempo oberhalb des Q4-Niveaus. Coinbase hält 11,3 Milliarden Dollar in liquiden Mitteln, ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwölf Produkte erwirtschaften inzwischen jeweils mehr als 100 Millionen Dollar annualisiert.
Gleichzeitig stiegen die operativen Kosten 2025 um 35 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Und trotz aller Diversifizierungsbemühungen gilt Coinbase am Markt weiterhin als stark vom Krypto-Zyklus abhängig.
Hinzu kommt ein Datenschutzvorfall aus Mitte 2025: Bestochene Support-Mitarbeiter im Ausland exfiltrierten Daten von knapp 70.000 Nutzern, darunter Ausweiskopien und teilweise Sozialversicherungsnummern. Die New Yorker Finanzaufsicht verhängte eine Strafe von 50 Millionen Dollar. Zusätzlich untersucht die Portnoy Law Firm möglichen Wertpapierbetrug im Zusammenhang mit der Meldung von Nutzerzahlen.
Institutionelles Vertrauen als Rückenwind
Morgan Stanley hat Coinbase als Verwahrer in seinem Bitcoin-ETF-Antrag bei der SEC benannt – ein klares Signal institutionellen Vertrauens. Shopify integriert bereits Base Pay. Coinbase arbeitet damit an einem geschlossenen Ökosystem, in dem Nutzer verdienen, ausgeben und investieren können, ohne die Plattform zu verlassen.
29 Analysten vergeben im Schnitt ein „Buy“-Rating mit einem 12-Monats-Kursziel von 314,94 Dollar. Ob die Plattformexpansion tatsächlich in dauerhaft diversifizierte Erlöse mündet, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen – und hängt nicht zuletzt davon ab, wie sich der Kryptomarkt entwickelt.
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