Coinbase Aktie: Zwischen Fantasie und Skepsis

Die Kryptobörse Coinbase steht vor Quartalszahlen und Gerüchten um eine mögliche Expansion nach Südkorea, während Analysten ihre Erwartungen senken. Die Aktie zeigt sich charttechnisch angeschlagen.

Kurz zusammengefasst:
  • Gerüchte um mögliche Partnerschaft in Südkorea
  • Analysten senken Kursziele vor Quartalszahlen
  • Handelsvolumen und USDC-Erlöse unter Druck
  • Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch

Coinbase steht aktuell zwischen zwei gegensätzlichen Kräften: Fantasie um eine mögliche Expansion nach Asien auf der einen Seite, zunehmende Vorsicht der Analysten vor den Quartalszahlen auf der anderen. Während der Kurs in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben hat, dreht sich die Diskussion weniger um den Tagesbewegungen als um die strategische Richtung des Unternehmens. Im Mittelpunkt steht dabei ein möglicher Einstieg in den südkoreanischen Kryptomarkt.

Südkorea-Gerüchte: Mehr als nur ein Dementi

Auslöser der jüngsten Spekulationen ist Coinone, die drittgrößte Kryptobörse Südkoreas. Medienberichte hatten nahegelegt, Coinbase könnte einen Anteil an Coinone erwerben – ein Szenario, das sofort für Bewegung bei verbundenen Werten sorgte.

Coinbase

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Coinone hat diese Berichte gestern zwar als „haltlos“ zurückgewiesen, dabei aber einen entscheidenden Punkt klargestellt: Das Unternehmen befindet sich in einer „explorativen Phase“ und hat nach eigenen Angaben verschiedene Kooperationsangebote globaler Partner auf dem Tisch. Ein sofortiger Anteilsverkauf steht demnach nicht bevor, die grundsätzliche Offenheit für internationale Partner aber sehr wohl.

Für Anleger ist diese Nuance wichtig:

  • Coinone schließt Partnerschaften nicht aus, sondern signalisiert Bereitschaft zu Gesprächen.
  • Marktteilnehmer sehen darin einen Hinweis, dass Coinbase tatsächlich an einem stärkeren Standbein in Asien interessiert sein könnte.
  • Die Spekulation rund um Coinones Umfeld hat bereits Wirkung gezeigt: Aktien des zweitgrößten Coinone-Aktionärs Com2uS Holdings sprangen zeitweise um mehr als 17 % nach oben, bevor sie wieder etwas zurückkamen.

Im Kern geht es um die Frage, ob Coinbase mit einem Schritt nach Südkorea seine starke Abhängigkeit vom von Regulierung geprägten US-Markt verringern kann. Viele Beobachter werten das „Nicht-ganz-Dementi“ von Coinone als Signal, dass hier strategisch etwas in Bewegung kommen könnte – auch wenn ein konkreter Deal noch aussteht.

Analysten werden vorsichtiger vor Q4-Zahlen

Parallel zur M&A-Fantasie rückt ein nüchternerer Aspekt in den Vordergrund: die anstehenden Q4-Zahlen, die am 12. Februar 2026 veröffentlicht werden sollen. Im Vorfeld testen Analysten ihre Bewertungsmodelle neu – und setzen die Erwartungen Schritt für Schritt herunter.

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Barclays liefert dafür ein klares Beispiel. Die Bank hat ihr Kursziel für Coinbase Anfang Januar auf 258 US-Dollar reduziert, nach einem vorherigen Rückgang von 357 auf 291 US-Dollar im Dezember. Über zwei Monate ergibt sich damit ein deutlicher Trend: Die Latte für künftiges Wachstum hängt tiefer.

Die Begründung:

  • Handelsvolumen schwächer: Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass die Handelsaktivitäten im vierten Quartal nicht an das frühere, sehr dynamische Niveau heranreichen.
  • USDC-Erlöse unter Druck: Einnahmen rund um den Stablecoin USDC wachsen langsamer als zuvor, was die Schätzungen für wiederkehrende Erträge belastet.
  • Bewertungsanpassung: Die Reihe von Kurszielsenkungen deutet darauf hin, dass Analysten die Phase der leicht erzielbaren Gewinne nach dem letzten Krypto-Halving als vorerst beendet ansehen.

Damit prallen zwei Narrative aufeinander: vorsichtige Fundamentalanalysen auf Basis abgekühlter Volumina und schwächerer USDC-Dynamik gegen die Hoffnung auf neue Wachstumsquellen in Asien.

Technisches Bild: Deutlich abgekühlt

Charttechnisch zeigt sich die Aktie derzeit klar angeschlagen. Mit einem Kurs von 179,62 Euro liegt das Papier rund 50 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von Mitte Juli 2025. Der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten über 50 und 200 Tage ist ebenfalls deutlich negativ, was den jüngsten Abwärtstrend unterstreicht.

Gleichzeitig signalisiert der RSI mit einem Wert von 72,8 eine überkaufte beziehungsweise überdehnte Bewegung auf Basis der jüngsten Schwankungen, während die annualisierte 30‑Tage-Volatilität mit rund 62 % ein weiterhin nervöses Umfeld widerspiegelt. Kurzfristige Impulse – etwa konkrete Nachrichten zu Coinone oder überraschende Aussagen im Q4-Update – können in einem solchen Setup schnell zu kräftigen Gegenbewegungen führen, nach oben wie nach unten.

Fazit: Zwei Trigger stehen im Vordergrund

Für die weitere Entwicklung von Coinbase zeichnen sich zwei klar erkennbare Kurstreiber ab: Zum einen die Q4-Zahlen am 12. Februar mit Fokus auf Handelsvolumen und USDC-Erlöse, zum anderen jede neue, belastbare Information zur möglichen Expansion nach Südkorea über Coinone oder andere Partner. Solange beides offen ist, dürfte die Aktie zwischen fundamentaler Vorsicht und strategischer Fantasie hin- und hergerissen bleiben.

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