Commerzbank Aktie: 1,358 Milliarden Euro Q1-Rekord

Die Commerzbank hält ihre Hauptversammlung während des laufenden UniCredit-Übernahmeangebots ab. Rekordquartal und Dividendensteigerung stärken die Position des Managements.

Andreas Sommer ·
Commerzbank Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Hauptversammlung am 20. Mai in Wiesbaden
  • Dividende steigt auf 1,10 Euro je Aktie
  • UniCredit bietet Aktientausch ohne Barprämie
  • Rekordquartal mit 1,36 Milliarden Euro operativem Gewinn

Selten fällt eine ordentliche Hauptversammlung in so eine aufgeladene Situation. Am 20. Mai trifft sich die Commerzbank in Wiesbaden — mitten in der laufenden Annahmefrist des UniCredit-Übernahmeangebots und kurz vor der erwarteten formellen Stellungnahme des Vorstands.

Ausschüttungen und Ermächtigungen auf der Tagesordnung

Zur Abstimmung steht eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 — nach 0,65 Euro im Vorjahr. Das entspricht einer Gesamtausschüttung von rund 1,2 Milliarden Euro. Zusammen mit zwei bereits abgeschlossenen Aktienrückkäufen im Gesamtvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro gibt die Bank damit für 2025 insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro an ihre Aktionäre zurück.

Ferner stimmen die Aktionäre über eine neue Rückkaufermächtigung von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals ab. Das ist ein Tagesordnungspunkt — kein Beschluss über konkrete Käufe.

Das eigentliche Dokument der Woche

Noch bedeutsamer als die Hauptversammlung selbst dürfte die ausstehende Stellungnahme nach § 27 WpÜG sein. UniCredit hatte am 5. Mai seine Angebotsunterlage veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat prüfen das Dokument und wollen sich anschließend begründet äußern. Kommt diese Stellungnahme noch vor der Hauptversammlung, gibt sie der Versammlung eine klare inhaltliche Richtung. Ohne sie wird die Zusammenkunft vor allem zeigen, wie geschlossen die Aktionäre hinter dem Management stehen.

Das Angebot selbst bietet wenig Anreiz: UniCredit tauscht je Commerzbank-Aktie 0,485 eigene Aktien — ohne Barkomponente und ohne Prämie auf den aktuellen Börsenkurs. Die Annahmefrist läuft bis zum 16. Juni, eine erweiterte Frist voraussichtlich bis zum 3. Juli. Mit dem Abschluss rechnet UniCredit allerdings erst 2027, da verschiedene Regulierungsgenehmigungen ausstehen.

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Rekordquartal als Argument für Eigenständigkeit

Das Management hat ein starkes Argument in der Hand. Im ersten Quartal 2026 erzielte die Commerzbank mit einem operativen Ergebnis von 1,358 Milliarden Euro das beste Quartalsergebnis ihrer Geschichte — ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Nettoergebnis stieg um mehr als neun Prozent auf 913 Millionen Euro.

Auf dieser Basis hob der Vorstand die Jahresprognose an: Für 2026 plant die Bank nun mit mindestens 3,4 Milliarden Euro Nettogewinn. Die Strategie „Momentum 2030“ zielt bis Ende des Jahrzehnts auf 5,9 Milliarden Euro Nettogewinn bei einer Eigenkapitalrendite von 21 Prozent. Finanziert werden soll das unter anderem durch rund 600 Millionen Euro KI-Investitionen bis 2030 — verbunden mit dem Abbau von weiteren 3.000 Vollzeitstellen konzernweit.

Die Commerzbank-Aktie schloss am Freitag bei 36,15 Euro, rund vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 37,75 Euro. Der RSI von 83 signalisiert dabei eine technisch überkaufte Lage — was die Aktie anfällig für Rücksetzer macht, sollte die WpÜG-Stellungnahme die Märkte enttäuschen.

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Commerzbank Aktie

36,15 EUR

– 0,33 EUR -0,90 %
KGV 15,20
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 3,00 %
Marktkapitalisierung 40,00 Mrd. EUR
ISIN: DE000CBK1001 WKN: CBK100

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