Commerzbank Aktie: 2,7 Milliarden Euro für Aktionäre
Die Commerzbank lockt Aktionäre mit einer Rekorddividende und wehrt sich gegen das UniCredit-Angebot mit der neuen Strategie Momentum 2030.
Kurz zusammengefasst
- Rekorddividende von 1,10 Euro je Aktie
- Abwehrstrategie gegen UniCredit-Offerte
- Stellenabbau und KI-Investitionen geplant
- Gewinn im ersten Quartal gestiegen
Kommende Woche steht für die Commerzbank viel auf dem Spiel. Am 20. Mai treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung in Wiesbaden. Auf der Agenda steht eine Rekorddividende. Das alles passiert mitten in der laufenden Annahmefrist des UniCredit-Übernahmeangebots.
Rekorddividende und Aktienrückkäufe
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor. Im Vorjahr erhielten Aktionäre noch 0,65 Euro. Der Ex-Dividendentag folgt direkt auf das Aktionärstreffen am 21. Mai.
Die geplante Auszahlungssumme beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. Zusätzlich will sich das Management ermächtigen lassen, eigene Aktien im Volumen von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals zurückzukaufen.
Zusammen mit bereits abgeschlossenen Programmen fließen für das Geschäftsjahr 2025 rund 2,7 Milliarden Euro an die Anteilseigner. Ein starkes Signal.
Abwehrkampf mit neuer Strategie
Die großzügige Ausschüttung dient auch der Verteidigung. UniCredit bietet einen Aktientausch an, der Anfang Mai rechnerisch bei gut 31 Euro lag. Ein deutlicher Abschlag. Aktuell notiert die Commerzbank-Aktie bei 35,74 Euro. Auf Jahressicht steht ein Kursplus von knapp 37 Prozent auf der Tafel.
Das Frankfurter Management lehnt die Offerte ab. Der Plan der Italiener sei vage und berge erhebliche Umsetzungsrisiken. Eine attraktive Übernahmeprämie fehlt ohnehin. Als Gegenentwurf präsentiert die Commerzbank ihre Strategie „Momentum 2030“. Das Ziel: Die Eigenkapitalrendite soll auf 21 Prozent steigen.
Dafür greift die Bank hart durch. Konzernweit fallen weitere 3.000 Vollzeitstellen weg. Parallel dazu fließen bis 2030 rund 600 Millionen Euro in Künstliche Intelligenz.
Die Zahlen zum ersten Quartal stützen den Kurs des Vorstands. Der Überschuss kletterte um zehn Prozent auf 913 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite erreichte 12,7 Prozent.
Warten auf die Stellungnahme
Die offizielle Stellungnahme des Commerzbank-Vorstands zum Übernahmeangebot steht unmittelbar bevor. Das Management rät den Anteilseignern, bis dahin keine Aktien anzudienen.
Der Zeitplan zieht sich in die Länge. Die erweiterte Annahmefrist der UniCredit läuft voraussichtlich bis zum 3. Juli 2026. UniCredit erwartet einen möglichen Abschluss der Transaktion erst für das Jahr 2027. Bis dahin müssen diverse Aufsichtsbehörden zustimmen.
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