Commerzbank Aktie: 29,99 Prozent unter UniCredit-Kontrolle
Commerzbank weist UniCredit-Übernahmeangebot zurück und setzt auf eigene Stärke durch Dividende und Aktienrückkäufe.
Kurz zusammengefasst
- UniCredit-Angebot liegt unter aktuellem Kurs
- Hauptversammlung entscheidet über Dividende
- Commerzbank erzielt Rekord-Ergebnis im ersten Quartal
- Aktie technisch überkauft mit RSI über 80
Die Commerzbank geht mit Rückenwind in eine politisch aufgeladene Woche. Am Mittwoch steht die Hauptversammlung an, während die formelle Stellungnahme zum UniCredit-Angebot noch aussteht. Der Kurs zeigt bereits, wie skeptisch der Markt das Angebot sieht.
Angebot trifft auf Widerstand
UniCredit bietet 0,485 eigene Aktien je Commerzbank-Aktie. Das entspricht rund 31,07 Euro je Anteil. Am Freitag schloss die Commerzbank-Aktie bei 36,15 Euro.
Der Abstand ist der Kern des Konflikts. Wer das Angebot annimmt, tauscht Kontrolle über eine eigenständige Bank gegen UniCredit-Papier. Eine Barkomponente plant UniCredit nicht. Kein Wunder, dass die Commerzbank-Spitze hart dagegenhält.
Vorstand und Aufsichtsrat haben das Angebot inhaltlich bereits klar zurückgewiesen. Sie sehen den Plan der Italiener als vage und mit erheblichen Umsetzungsrisiken verbunden. Die offizielle Bewertung nach § 27 WpÜG dürfte nun das zentrale Dokument der Woche werden.
UniCredit hat sich bereits eine starke Position gesichert. Direkt über Aktien und indirekt über Finanzinstrumente kontrolliert die Bank 29,99 Prozent der Anteile. Politisch bleibt der Vorstoß umstritten: Bundeskanzler Friedrich Merz nannte das Vorgehen „feindlich und aggressiv“.
Kapitalrückgabe als Gegenargument
Die Hauptversammlung liefert der Commerzbank eine zweite Bühne. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor. Außerdem steht eine neue Ermächtigung für Aktienrückkäufe auf der Tagesordnung.
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Mit den bereits abgeschlossenen Rückkäufen will die Bank ihre Eigenständigkeit auch finanziell unterfüttern. Für das Geschäftsjahr 2025 geht es um eine Kapitalrückgabe von rund 2,7 Milliarden Euro. Das stärkt die Botschaft: Die Commerzbank kann Aktionäre aus eigener Kraft bedienen.
Operativ passt das Bild. Im ersten Quartal stieg das Ergebnis auf 1,358 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern und Minderheiten erreichte 913 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss einen Höchstwert.
Aktie läuft heiß
An der Börse steht die Aktie weiter hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt sie 40,50 Prozent im Plus. Seit Jahresanfang steht allerdings ein leichtes Minus von 0,99 Prozent.
Technisch wirkt der Titel angespannt. Der RSI liegt bei 83,3 und signalisiert eine überkaufte Lage. Der Kurs notiert klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 33,52 Euro.
Das nächste Etappenziel ist klar gesetzt. Am 20. Mai stimmen die Aktionäre über Dividende und Rückkaufermächtigung ab. Danach rückt die Annahmefrist in den Blick, die voraussichtlich bis zum 3. Juli 2026 läuft. UniCredit rechnet wegen regulatorischer Freigaben erst 2027 mit einem Abschluss.
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