Commerzbank Aktie: 3.000 Stellen für KI-Abwehr
Commerzbank-Chefin Orlopp setzt auf Künstliche Intelligenz und Stellenabbau, um die drohende Übernahme durch UniCredit abzuwehren.

Kurz zusammengefasst
- KI-Automatisierung soll Kosten senken
- Rund 3.000 Stellen werden gestrichen
- UniCredit bietet Aktientausch an
- Berlin stützt Abwehrstrategie des Vorstands
Im Abwehrkampf gegen die drohende Übernahme durch die italienische UniCredit zieht die Commerzbank die Kostenbremse. Vorstandschefin Bettina Orlopp setzt auf einen massiven Stellenabbau durch Künstliche Intelligenz. Die Strategie soll die Profitabilität steigern und Aktionäre von einem Alleingang überzeugen.
Automatisierung statt externer Dienstleister
Die Bank streicht rund 3.000 Stellen. Das Management plant, Prozesse in der IT-Infrastruktur und in Callcentern weitgehend zu automatisieren. Dadurch lassen sich externe Verträge im großen Stil kappen. Betriebsbedingte Kündigungen innerhalb der Kernbelegschaft will Orlopp vermeiden.
Parallel dazu läuft die Uhr für das Übernahmeangebot der UniCredit. Die Italiener bieten 0,485 eigene Papiere je Commerzbank-Aktie. Das entsprach zuletzt einem rechnerischen Wert von gut 35 Euro.
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An der Börse wird die Commerzbank mit aktuell 36,30 Euro spürbar höher gehandelt. Der Aufwärtstrend der vergangenen zwölf Monate hat den Kurs um gut 41 Prozent nach oben getrieben. Ein RSI-Wert von 83 deutet auf eine derzeit massiv überkaufte Situation hin. Anleger preisen offensichtlich eine Nachbesserung der Offerte ein.
Rückendeckung aus Berlin
Rückenwind erhält die Abwehrstrategie von der Bundesregierung. Berlin hält weiterhin zwölf Prozent der Anteile und unterstützt den Kurs des Vorstands. Orlopp nutzte die Gelegenheit indes für scharfe Kritik an der Europäischen Zentralbank. Vertretern der EZB wirft sie eine zu wohlwollende Haltung gegenüber grenzüberschreitenden Bankenfusionen vor.
Anfang nächster Woche müssen die Karten auf den Tisch. Für den 18. oder 19. Mai wird die offizielle Stellungnahme der Bankführung zur Offerte erwartet. Das Dokument soll detailliert aufschlüsseln, warum die neue KI-Strategie mehr Wert für die Aktionäre schafft als die Annahme des italienischen Angebots.
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