Commerzbank Aktie: 31,07 Euro mit 8,7% Abschlag
Commerzbank weist das Übernahmeangebot von UniCredit zurück und stellt ambitionierte Eigenständigkeitsziele vor.

Kurz zusammengefasst
- Commerzbank lehnt UniCredit-Angebot ab
- Eigene Ziele für Ertrag und Gewinn
- Stellenabbau von 3.000 Vollzeitstellen geplant
- Dividende soll auf 1,10 Euro steigen
Die Karten liegen auf dem Tisch. UniCredit hat ihr formelles Übernahmeangebot für die Commerzbank veröffentlicht. Die Frankfurter reagieren prompt: Das Management lehnt die Offerte ab und präsentiert Investoren einen eigenen, ehrgeizigen Fahrplan.
Abschlag statt Prämie
Das Angebot der Mailänder Großbank sieht den Tausch von Commerzbank-Papieren in 0,485 neue UniCredit-Aktien vor. Rechnerisch entspricht das einem Preis von rund 31 Euro je Anteilsschein. Vorstandschefin Bettina Orlopp kritisiert diese Konditionen scharf. Aktionäre sollen auf Kontrolle verzichten, ohne dafür eine angemessene Prämie zu erhalten. Die Bank kündigte eine ausführliche, begründete Stellungnahme an.
Tatsächlich bewertet der Markt die Frankfurter Bank aktuell deutlich höher. Die Aktie notiert am Freitag bei 35,49 Euro und damit weit über dem italienischen Angebot. Ein extrem hoher RSI-Wert signalisiert derweil eine stark überkaufte Marktsituation. Die kanadische Bank RBC stützt den Kurs der Eigenständigkeit. Analysten loben den ambitionierten Plan zur Steigerung der Kosten- und Kapitaleffizienz und belassen das Kursziel auf 43 Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Commerzbank?
Eigene Ziele und Warnung vor Kahlschlag
Um Aktionäre von einer eigenständigen Zukunft zu überzeugen, schärft die Commerzbank ihre Mittelfristziele. Bis zum Ende des Jahrzehnts peilt das Institut einen Anstieg der Erträge auf knapp 17 Milliarden Euro an. Der Nettogewinn soll auf fast sechs Milliarden Euro klettern. Parallel dazu plant das Management den Abbau von 3.000 Vollzeitstellen.
Eine Übernahme durch UniCredit hätte laut Commerzbank-Einschätzung weitaus drastischere Folgen für die Belegschaft. Das italienische Institut plane in Deutschland den Wegfall von etwa 7.000 Arbeitsplätzen. Die Bundesregierung positioniert sich strikt gegen den Deal. Auch die Gewerkschaft Verdi lehnt die Pläne ab und verweist auf drohende Schäden für den Finanzplatz Deutschland.
Aktionäre profitieren indes von der gestiegenen Ertragskraft der Frankfurter. Auf der anstehenden Hauptversammlung steht eine kräftige Anhebung der Dividende auf 1,10 Euro je Aktie zur Abstimmung. Im Vorjahr erhielten Investoren lediglich 65 Cent. Eine schnelle Entscheidung im Übernahmekampf ist ohnehin nicht in Sicht. Die erweiterte Annahmefrist für das UniCredit-Angebot läuft voraussichtlich bis zum 3. Juli 2026. Ein möglicher Abschluss wird regulatorisch bedingt erst im Folgejahr erwartet.
Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 8. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...