Commerzbank Aktie: 99,88 Prozent für Eigenständigkeit
Commerzbank-Aktionäre lehnen UniCredit-Übernahmeangebot ab. Die niedrige Annahmequote und der breite Widerstand aus der Wirtschaft untermauern den Kurs der Eigenständigkeit.

Kurz zusammengefasst
- Klare Mehrheit für Eigenständigkeit
- UniCredit-Offerte kaum angenommen
- Breite Ablehnung aus der Wirtschaft
- Nächste Deadline im Juli 2026
Die Hauptversammlung der Commerzbank hat am Mittwoch in Wiesbaden ein klares Votum abgegeben: Die Aktionäre stellten sich mit großer Mehrheit hinter die Eigenständigkeit der Bank und ihre „Momentum 2030“-Strategie. Die Dividende von 1,10 Euro je Aktie wurde mit 99,88 Prozent gebilligt, die Ermächtigung zu weiteren Aktienrückkäufen mit bis zu 96,25 Prozent.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Die Aktie notiert bei 36,11 Euro und damit gut 35 Prozent über ihrem Niveau vor zwölf Monaten. Das dürfte den Rückhalt der Eigentümer zusätzlich untermauert haben.
UniCredit landet einen Flop
Im Zentrum der Veranstaltung stand die laufende Übernahmeschlacht mit UniCredit. Deren CEO Andrea Orcel blieb dem Treffen fern – während vor dem Congress Center Mitarbeiter mit „Unicredit go away“-Transparenten demonstrierten und im Saal offene Skepsis gegenüber einer schnellen Integration herrschte.
Das Angebot der Italiener selbst kommt nicht vom Fleck. Laut der ersten Wasserstandsmeldung vom 12. Mai wurden bislang lediglich 0,0059 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient. Der Grund: UniCredit bietet 0,485 eigene Aktien je Commerzbank-Papier – umgerechnet rund 31 Euro. Damit liegt die Offerte gut fünf Euro unter dem aktuellen Börsenwert.
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Breiter Widerstand aus der Wirtschaft
Auch die deutsche Wirtschaft stellt sich gegen die Übernahme. Das FINANCE-Magazin veröffentlichte zum dritten Mal in Folge eine Studie unter CFOs und Treasurern: Die Ablehnung bleibt demnach konstant hoch. Vorstand und Aufsichtsrat hatten bereits am 18. Mai ihre ablehnende Stellungnahme veröffentlicht – keine angemessene Prämie, kein überzeugender Integrationsplan, so das Fazit.
Die nächste Deadline
Die erweiterte Annahmefrist läuft voraussichtlich bis zum 3. Juli. UniCredit steht unter Zugzwang: Die bisherige Annahmequote ist faktisch null, der Börsenwert weit entfernt. Ob die Italiener nachbessern oder das Angebot still auslaufen lassen, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden. Der Abschluss des Verfahrens wird ohnehin nicht vor 2027 erwartet – diverse regulatorische Genehmigungen stehen noch aus.
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