Commerzbank Aktie: Beschäftigungspakt bis 2030 gegen UniCredit
Die Commerzbank schließt betriebsbedingte Kündigungen bis 2030 aus und erschwert so die Übernahme durch die italienische UniCredit.

Kurz zusammengefasst
- Jobgarantie bis 2030 vereinbart
- UniCredit-Angebot liegt unter Aktienkurs
- Rekordgewinne stützen Eigenständigkeitskurs
- Dividende und Aktienrückkauf geplant
Die Commerzbank zieht im Übernahmekampf neue Mauern hoch. Der Vorstand schließt betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2030 aus. Das verteuert eine mögliche Integration für die italienische UniCredit erheblich.
Teurer Schutz für die Belegschaft
Management und Gewerkschaft einigten sich am Freitag auf einen weitreichenden Beschäftigungspakt. Statt Entlassungen setzt die Bank auf Vorruhestand und Abfindungen. Das Institut will so seine rund 39.000 Mitarbeiter schützen. Die Gewerkschaft ver.di lehnt den Einstieg der Italiener strikt ab.
UniCredit legte Anfang Mai ein formales Übernahmeangebot vor. Die Italiener bieten 0,485 eigene Papiere je Commerzbank-Aktie. Das entspricht einem Wert von gut 31 Euro.
Der Markt ignoriert diese Offerte. Die Commerzbank-Aktie notiert aktuell bei 36,11 Euro. Auf Jahressicht steht ein Kursplus von 40 Prozent auf der Tafel. Ein RSI-Wert von über 83 signalisiert eine heißgelaufene Aktie.
Die Folge: Das Angebot der UniCredit liegt weit unter dem Marktwert.
Rekordgewinne stützen den Kurs
Starke Geschäftszahlen untermauern den Weg in die Eigenständigkeit. Im ersten Quartal verdiente das Institut operativ 1,4 Milliarden Euro. Der Nettogewinn erreichte 913 Millionen Euro. Damit übertraf die Bank die Erwartungen der Analysten.
Vorstandschefin Bettina Orlopp hob das Gewinnziel für das laufende Jahr an. Mindestens 3,4 Milliarden Euro sollen in den Büchern stehen. Bis 2030 plant die Bank massive Investitionen in Künstliche Intelligenz. Der Vorstand will die Effizienz damit weiter steigern.
Dividende steht zur Abstimmung
Die nächste Hürde wartet am 20. Mai auf der Hauptversammlung. Aktionäre stimmen dort über eine Dividende von 1,10 Euro je Anteilsschein ab. Auf der Tagesordnung steht auch eine neue Ermächtigung für Aktienrückkäufe. Die Bank plant ein Volumen von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals.
Stimmen die Eigentümer zu, fließt massiv Kapital an sie zurück. Das erhöht den Druck auf UniCredit deutlich. Die Italiener müssen ihr Angebot nachbessern oder aufgeben. Die offizielle Annahmefrist läuft noch bis zum 16. Juni.
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