Commerzbank Aktie: Einlagen-Wettbewerb bremst?
Wegen des Einlagenwettbewerbs reduziert die Bank ihre Zinserwartung; das Gewinnziel für 2026 bleibt unverändert.

Kurz zusammengefasst
- Zinsüberschuss-Prognose auf 8,5 Milliarden Euro gesenkt
- DZ Bank stuft auf Halten zurück
- RBC bestätigt Bewertung und Kursziel
- Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro bestätigt
Die Commerzbank hat heute ihre Jahresprognose für den Zinsüberschuss wegen des verstärkten Wettbewerbs um Einlagen gesenkt. Statt rund 8,6 Mrd. Euro erwartet die Bank rund 8,5 Mrd. Euro. Die Aktie fällt um 3,5%; Medienberichten zufolge löste die Kürzung den Kursdruck nach der Quartalsmeldung aus.
DZ Bank senkt ihre Empfehlung
Die DZ Bank stufte die Commerzbank heute von „Kaufen“ auf „Halten“ ab. Zugleich senkte sie den fairen Wert von 46 auf 40 Euro. Analyst Philipp Häßler begründete den Schritt mit dem Ausblick für den Zinsüberschuss und fehlenden kurzfristigen Kurstreibern.
RBC bestätigte heute dagegen die Einstufung „Sector Perform“ und das Kursziel von 41 Euro. Analystin Anke Reingen bezeichnete die Geschäftstrends im dritten Quartal als enttäuschend. Sie beanstandete insbesondere das gesenkte Jahresziel für den Zinsüberschuss.
Reuters berichtete außerdem, dass sowohl das operative Ergebnis als auch das Nettoergebnis die Analystenerwartungen knapp verfehlten. Damit blieb die Bank bei beiden Ergebnisgrößen hinter den Schätzungen zurück.
Gewinnziel bleibt bestehen
Trotz des niedrigeren Zinsausblicks bestätigte die Commerzbank für 2026 ihr Gewinnziel von mindestens 3,4 Mrd. Euro. Auch an der Erwartung von Erträgen in Höhe von rund 13,2 Mrd. Euro hielt die Bank fest.
Vor rund zwei Wochen meldete die Commerzbank zudem Käufe eigener Aktien im laufenden Rückkaufprogramm. Die gemeldeten Käufe umfassten 3.316.027 Aktien; die kumulierte Zahl innerhalb des Programms belief sich auf 21.268.730 Aktien.
Als nächster bestätigter Konferenztermin steht am 20. November 2026 die J.P. Morgan European Financials Conference in London im Kalender der Commerzbank.
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