Commerzbank Aktie: Frist endet am 3. Juli
Bettina Orlopp verschärft den Ton im Übernahmepoker mit UniCredit. Die Annahmefrist endet am 3. Juli, während der Staat weiter blockiert.

Kurz zusammengefasst
- Annahmefrist endet am 3. Juli
- Commerzbank bestreitet UniCredit-Quote
- Staat hält ablehnende Position
- Aktie nahe 52-Wochen-Hoch
Bettina Orlopp verschärft den Ton. Die Chefin der Commerzbank kämpft vehement gegen die Übernahme durch die italienische UniCredit. Am kommenden Freitag, den 3. Juli, endet die verlängerte Annahmefrist für das Angebot. Für die Aktionäre des Frankfurter Instituts beginnt eine entscheidende Woche.
Streit um die Annahmequote
In einem Brief an die Anteilseigner greift die Bankführung die Darstellung der Italiener an. UniCredit meldete Mitte Juni eine Annahmequote von 12,51 Prozent. Das Management der Commerzbank kontert diese Zahl nun mit eigenen Daten.
Demnach haben bisher nur gut ein Prozent der unabhängigen Privatanleger und institutionellen Investoren ihre Papiere angedient. Die restlichen Aktien stammen laut Commerzbank von Banken und Derivate-Partnern aus dem direkten Umfeld des Bieters. Die Botschaft: Die breite Aktionärsbasis steht hinter der Eigenständigkeit.
Staat blockiert weiterhin
Im Aktionärskreis kommt es derweil zu Verschiebungen. Die Jefferies Financial Group reduzierte ihre Position kürzlich von über elf auf 9,23 Prozent der Stimmrechte. Parallel bekräftigte die Bundesregierung ihre ablehnende Haltung gegenüber dem italienischen Vorstoß.
Der Staat hält weiterhin rund zwölf Prozent der Anteile an dem Geldhaus. Ohne diesen Block gilt eine vollständige Integration der Bank als kaum machbar. Die Commerzbank selbst lockt Investoren indes mit ambitionierten Zielen. Für 2026 peilt der Vorstand einen Rekordgewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro an.
Starker Trend an der Börse
Am Markt zeigt sich das Papier unbeeindruckt von dem Tauziehen. Die Aktie ging am Freitag bei 37,68 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Kurs nur rund drei Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 38,85 Euro. Ein starker Trend. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie beträgt komfortable zehn Prozent.
Nach dem Ablauf der Umtauschfrist erwarten Marktbeobachter das endgültige Ergebnis für den 8. Juli. Danach rückt das operative Geschäft wieder in den Vordergrund. Am 6. August präsentiert die Commerzbank ihre Zahlen für das zweite Quartal. Höhere Leitzinsen der EZB stützen dabei weiterhin die Zinsmarge des Instituts.
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