Commerzbank Aktie: Rückkäufe erreichen 11,1 Millionen Aktien
Commerzbank meldet Rückkäufe, während UniCredits angestrebte Kontrollübernahme noch von weiteren Verfahren abhängt.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsergebnisse erscheinen am 5. November
- JPMorgan belässt Bewertung und Kursziel unverändert
- RBC hebt Kursziel auf 41 Euro
- UniCredit erwartet rund 50 Prozent Stimmrechte
Am 5. November veröffentlicht die Commerzbank ihre Ergebnisse für das dritte Quartal 2026. Der Termin setzt den nächsten festen Anker für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung. Parallel verfolgt UniCredit den Ausbau ihrer Beteiligung bis zur möglichen Kontrolle. Für Anleger sind damit zwei Ebenen auseinanderzuhalten: die operative Entwicklung der Commerzbank und die regulatorischen Voraussetzungen für die Pläne des Anteilseigners.
Quartalszahlen als nächster Prüfpunkt
Die Ergebnisveröffentlichung betrifft das Geschäft der Commerzbank selbst. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank betrifft dagegen den möglichen Beteiligungsausbau durch UniCredit. Eine Genehmigung für weitere Anteilskäufe beantwortet deshalb nicht die Frage, wie sich das Geschäft der Commerzbank entwickelt.
Die jüngsten Analystenaktionen liefern dazu einen zurückhaltenden Bewertungsrahmen. JPMorgan bestätigte am Freitag die Einstufung „Neutral“ und das Kursziel von 39 Euro. Eine Änderung der Empfehlung oder des Kursziels nahm das Haus vor den Quartalszahlen nicht vor.
Auch die andere datierte Einschätzung signalisiert keine grundsätzliche Neubewertung. RBC Capital Markets erhöhte am Dienstag das Kursziel von 40 auf 41 Euro und behielt „Sector Perform“ bei.
Damit steht einer unveränderten Einschätzung eine moderate Zielanhebung gegenüber. Aus diesen beiden Aktionen lässt sich kein gemeinsamer Wechsel zu einer offensiveren Bewertung ableiten. Die Geschäftszahlen bleiben ein eigenständiger Beurteilungsmaßstab neben der Beteiligungsfrage.
Genehmigung ist noch keine Kontrolle
UniCredit teilte am Donnerstag mit, die EZB habe den Beteiligungsausbau über die Schwelle von 30 % hinaus ohne Obergrenze genehmigt. Nach Abschluss weiterer regulatorischer Schritte erwartet UniCredit, bis Jahresende rund 50 % der Stimmrechte halten und die Kontrolle übernehmen zu können.
Diese Erwartung bleibt an weitere Verfahren und Bedingungen für den Abschluss des Angebots gebunden. Die Genehmigung ist daher nicht mit einer bereits vollzogenen Kontrollübernahme gleichzusetzen. Die Commerzbank wollte den Vorgang laut einem Medienbericht vom Freitag nicht kommentieren.
Rückkäufe als eigener Kapitalmarktfaktor
Neben den Kontrollplänen stehen die Rückkäufe eigener Aktien. Für den Zeitraum vom 5. bis einschließlich 9. Oktober meldete die Commerzbank den Erwerb von insgesamt 2.987.942 Aktien.
Seit Beginn des Rückkaufs am 4. September summierte sich das Volumen bis einschließlich 9. Oktober auf 11.114.083 Aktien. Anders als die erwartete Kontrollübernahme handelt es sich dabei um bereits gemeldete Transaktionen.
Für die Einordnung der Commerzbank bleiben diese Vorgänge getrennt: Die Rückkäufe dokumentieren abgeschlossene Aktienerwerbe, die Quartalszahlen werden die Geschäftsentwicklung beleuchten. UniCredits Kontrollpläne hängen dagegen weiterhin von den ausstehenden regulatorischen Schritten und Abschlussbedingungen ab.
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