Commerzbank Aktie: Serbien gibt UniCredit-Übernahme frei
UniCredit erhält serbische Wettbewerbsfreigabe für Commerzbank-Übernahme, doch die Annahmequote der Aktionäre bleibt die entscheidende Hürde.

Kurz zusammengefasst
- Serbische Kartellbehörde genehmigt Transaktion
- Annahmefrist läuft bis 16. Juni 2026
- Nur knapp zwei Prozent der Aktien angedient
- Commerzbank rät weiterhin vom Verkauf ab
Der Übernahmepoker um die Commerzbank geht in die nächste Runde. Die serbische Wettbewerbskommission hat die Transaktion freigegeben – eine weitere Angebotsbedingung ist erfüllt. Ganz abgeschlossen ist der Deal damit aber noch lange nicht.
UniCredit bietet den Aktionären der Commerzbank 0,485 neue eigene Aktien für jede angediente Commerzbank-Aktie. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 16. Juni 2026 um Mitternacht. Die Freigabe aus Serbien war eine der ausstehenden Auflagen – nun fehlen noch weitere fusionskontrollrechtliche Genehmigungen, ausländische Investitionskontrollen und eine EU-Prüfung zu Subventionen.
Annahmequote bleibt das Nadelöhr
Entscheidend für den Erfolg des Angebots ist die Beteiligung der Aktionäre. Bislang sind nicht einmal zwei Prozent der Commerzbank-Aktien angedient worden. UniCredit hält direkt knapp 27 Prozent der Anteile – hinzu kommen Finanzinstrumente, die weitere Stimmrechte sichern.
Die Commerzbank selbst rät ihren Aktionären weiterhin vom Verkauf ab. Vorstand und Aufsichtsrat erklärten, UniCredit biete keine angemessene Prämie und habe keinen kohärenten strategischen Plan vorgelegt. Stattdessen verweist die Bank auf die eigene Strategie „Momentum 2030″ – die auf eigenständiger Basis mehr Wert schaffen soll.
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Operativ lief es zuletzt gut: Das erste Quartal 2026 brachte ein operatives Ergebnis von 1,4 Milliarden Euro, das Nettoergebnisziel für das Gesamtjahr hob die Bank auf mindestens 3,4 Milliarden Euro an.
Die Commerzbank Aktie notiert am Freitag bei 37,19 Euro – nur 1,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus knapp zwei Prozent, auf Zwölfmonatssicht sind es gut 40 Prozent.
Bis zum Ende der Annahmefrist am 16. Juni bleibt die Kombination aus angedienten Aktien und ausstehenden Genehmigungen der entscheidende Gradmesser. Das Management hält dagegen – ob das reicht, wird sich in den kommenden zwei Wochen zeigen.
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